»Er ist heute noch nicht gewaschen, denn seine Mutter liegt im Krankenhaus. Wie ich mich umdrehte, um den Schwamm zu nehmen, rannte er davon.«

Diese wilde Wasserratte, der Tom, auf dem Wasser geboren und immer dem Wasser nahe, vor einem nassen Schwamm hat er Angst. Der Kapitän lacht.

»Sie gehören auch zum Hafen?« fragt er.

»Ja,« sagt Schwester Emmi, »ich bin die Fürsorgeschwester.«

»So, so, da haben Sie ja eine schöne Aufgabe. Vielleicht besuchen Sie mich einmal heute nachmittag, damit wir uns darüber unterhalten können.«

Schwester Emmi bekommt Herzklopfen. Natürlich kann man sich darüber unterhalten, da gibt es viel zu berichten, aber warum nicht gleich, warum erst nachmittags, so daß sie bis dahin vor Angst vergeht?

»Um welche Zeit, bitte?« fragt sie.

»Nun, so gegen sieben.«

Der Lademeister sieht einen Augenblick auf. Es geht ihn ja nichts an, aber er denkt: bisher war hier im allgemeinen um vier Uhr Schluß für diejenigen, die frühmorgens angetreten sind, und Schwester Emmi ist immer mit den ersten auf den Beinen. Jedenfalls wollte er einmal mit seiner Frau darüber sprechen, was das für eine Art sei, ein junges Mädchen um sieben Uhr in die Wohnung zu bestellen, denn ein Bureau ist noch nicht vorhanden.

Zwei Stunden später bereits hat der Kapitän mit der Generaldirektion telephoniert und Möbel für zwei Bureaus angefordert, dazu eine Sekretärin. Denn nun weiß er, was er im Hafen zu tun hat.