Die Fußballplätze und Schwimmanlagen schweben ihm wieder vor, doch wenn er zum Nachbar im südlichen Gelände hinüberblickt, so beschleicht ihn ein scheußliches Unbehagen. Da, wo seine freien Menschen ihre Siedlungen errichten und den Körper in sportlicher Übung kräftigen sollten, werden nun von der Verhüttungsgesellschaft Erze gefördert.

Ja, werden denn wirklich Erze zutage gebracht? Man sollte es wohl annehmen, denn sie geben die Versuche nicht auf. Zwar herrschte zuweilen wochenlang, ja einmal sogar monatelang peinliche Arbeitsruhe, aber dann hatte sich anscheinend doch wieder ein Gesellschafter gefunden, der sein Geld in dieser aussichtsreichen Sache anlegen wollte, und die Sachverständigen rückten wieder an.

Joachim Becker ist zum zweitenmal in seinem Leben feige und geht nicht hin, um sich nach den Resultaten zu erkundigen. Es scheint nicht immer leicht, seine privaten Gefühle mit beruflichen Interessen in Einklang zu bringen, selbst wenn man sonst ohne Furcht und Falsch ist. Die persönliche und sehr peinliche Angelegenheit, in der er sich zum erstenmal nach einer unredlichen Tat feige verbarg, glaubt der junge Generaldirektor zwar vollkommen aus seiner Erinnerung ausgestrichen zu haben.

Nur einige Konsequenzen wollen ihn noch dafür strafen, denn nun fordert das Schicksal zur Vergeltung weitere Unaufrichtigkeit und Heuchelei. Und weil er diesen beiden Götzen gerade in seinem engsten Familienkreise dienen soll, so ist es am besten, wiederum zu flüchten und in der Arbeit unterzutauchen. Das besorgt er nun bis zur letzten Möglichkeit.

Herr Gregor muß noch mehr als früher unter seiner Unduldsamkeit leiden, denn jetzt fängt Joachim Becker an, unzufrieden mit ihm zu werden. Dieser junge Sekretär treibt Luxus in Anzügen, Krawatten und seidenen Strümpfen, sieht übernächtig aus und dünkt sich für jede Arbeit zu gut.

Dabei hat er ein Tätigkeitsfeld, das jedem alten Beamten schmeicheln würde. Seine Hauptbeschäftigung ist immer noch die Bearbeitung der Lieferverträge für den Hafenbau. Mit seinem flinken, merkantilen Verständnis für die Ausnutzung der Konjunktur und die Finanzlage der Bewerber hat er besonders im Anfang gute Resultate erzielt.

Nun aber wird er unvorsichtig und nachlässig, und auf seinem Schreibtisch liegen die Papiere wüst durcheinander, so daß sich bestimmt kein Mensch mehr herausfinden kann.

Der Generaldirektor stellt sich ärgerlich neben den Tisch und sagt: »Wer diese Unordnung auf dem Schreibtisch einreißen läßt, der hat sie auch im Kopf.« Dann geht er in das Kalkulationsbüro und erkundigt sich nach diesem und jenem.

Herr Gregor hat zufällig auf einem der langen breiten Korridore zu tun und sieht Joachim Becker auch in die Hauptbuchhaltung hineingehen.

Ein Kollege fragt Herrn Gregor, ob er etwas verloren habe.