„Elisabeth, mache, daß du fertig wirst, geh dann hinaus und spiele mit deinem Bruder,“ sagte der Vater der ihre lauernden Blicke bemerkt hatte.

„Ich muß arbeiten,“ erwiderte sie trotzig und ging hinaus, indem sie das Geschirr stehen ließ.

„Sage Minna, daß sie den Tisch abräumt,“ rief ihr die Mutter in sanftem Tone nach.

„Warum fährst du das Kind so an, Adolf? Sie verdient es viel weniger als Fritz,“ sagte Rosi vorwurfsvoll.

„Sie soll nicht horchen, wenn wir miteinander solche Dinge besprechen, das gehört sich nicht.“

„Elisabeth versteht uns nicht falsch, das weiß ich; sie kann dreist so etwas mit anhören.“

„Ich will es aber nicht,“ sagte der Pastor heftig und stand erregt auf.

Tante Emilies Augen folgten ihm hinter der großen Brille mit gespanntem Blicke.

„Nimm dich zusammen, ich bitte dich, Adolf; du bist ja stets ärgerlich, wenn ich Fritz tadle, und an Elisabeth hast du immer etwas auszusetzen.“

„Nein, du bist ungerecht, gegen Fritz zu strenge und gegen das Mädchen schwach.“