Rosi sah sie an und schüttelte unmerklich mit dem Kopfe; sie begriff sie eben nicht.
„Ach, ihr kommt doch noch mit,“ sagte lächelnd Nellie, als hätte sie Rosis Einwände gar nicht gehört.
„Nein!“ gab diese schroff zur Antwort. Mit ihrer Geduld war es nun zu Ende, und sie kochte innerlich.
Als die beiden Frauen fort waren, zog sich der Superintendent wohlweislich in sein Zimmer zurück, denn [pg 30]die Wolken auf der Stirne seiner Rosi kündeten nichts Gutes. Sie ging ihm aber nach und drückte die Türe hinter sich ins Schloß.
„Ich begreife dich nicht, Adolf, daß du immer und immer wieder etwas tun willst, was deiner Stellung nur schaden kann.“
„Ja, aber wie so denn, Rosi?“
„Ach, tue nur nicht so, du weißt recht gut, was ich meine. Ilse und Nellie denken eben leider sehr frei, was euch Männern natürlich das liebste ist und am besten gefällt.“
„Darin, daß man eine Partie auf den Schneekopf macht, sehe ich nichts Freies.“
„Nein, darin nicht; aber machen sie diese Partie wohl, wie es Menschen unsern Standes zukommt? Bei Nacht und Nebel wollen sie hinauf.“
„Im Mondenschein,“ verbesserte er ruhig.