Die Trocha.
Die Hauptstadt Puerto Principe (42000 Einw.), ziemlich genau im Mittelpunkte der Landschaft und am oberen Rio San Pedro gelegen, bildet als eine Art camagueyanisches Paris in jeder Beziehung den Vereinigungspunkt ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen. An Stelle des alten Indianerdorfes Camaguey bereits im Jahre 1516 erbaut, ist sie die einzige wirkliche Stadt der Landschaft geblieben, und die Zahl ihrer Bewohner übertrifft diejenige des dünnbevölkerten ländlichen Camaguey um das doppelte. Am Camino Central von Santiago nach Habana, der den Rio San Pedro hier auf hübscher Brücke überschreitet, bildete sie selbstverständlich zu allen Zeiten eine Hauptstation, und von der nach ihr benannten politischen Provinz, die nur im Westen über die bezeichnete Grenze der natürlichen Landschaft herausgreift, war sie unter der spanischen Herrschaft der Sitz des Statthalters und der obersten Verwaltungsbehörden, was zur Erhöhung ihres Glanzes nicht unwesentlich beitrug. Die kleinen Flecken El Zanjon und Guaimaro sind Stationen an der genannten Hauptstraße gegen Santiago hin, das erstere historisch denkwürdig durch den daselbst im Jahre 1878 geschlossenen Vertrag. An der aus 40 kleinen Blockhausfestungen bestehenden „Trocha de Moron“ aber, die sich quer über den niedrigen und teilweise sumpfigen Isthmus von Moron hinwegzieht, und die sich in spanischer Hand trotz der damit verbundenen strategischen Eisenbahn nicht sehr glänzend bewährt hat, liegt außerdem noch Ciego de Avila (2000 Einw.), und dieses bildet durch den Camino Central, der hier die Trocha kreuzt, den verkehrsgeographischen Hauptübergangspunkt aus dem Camaguey in die westlich angrenzende Nachbarlandschaft der „Cinco Villas“.
VII.
Abb. 61. Habana.
Abb. 62. Die Hafeneinfahrt von Habana nebst Morro und Punta.
Abb. 63. Terrassen an der Bucht von Habana.
Die Sierra de Sancti-Spiritus.