Der Tag graute. Die Führer waren früh auf, um dem Wetter nachzuspüren und den Schnee zu prüfen. Mit einiger Vorsicht konnte man es schon wagen, weiter zu ziehen. Der Assessor war schon munter und wartete auf Fräulein Milla, sie hatten sich39-1 ja noch so viel zu sagen! Milla erschloß ihr Herz dem vereinsamten Freunde ihrer Elsa, und ihm war39-2 es, wie wenn ein lang verhaltener Strom endlich sich Bahn brechen durfte.

Die Studenten zählten indessen „die Häupter39-3 ihrer Lieben,“ d. h.39-4 ihre Gulden und Kreuzer und addierten und subtrahierten die Zeche. Da trat auch der Engländer herein. Die drei grüßten ihn freundlich.

„Nun wohin?“39-5 —fragte er.

„Wohin?—heim, wo wir hergekommen. Wir werden noch ein Konzert veranstalten, ehe wir diesen Platz verlassen.“

„O nein,“ sagte der Engländer, „Sie sollen nicht heim, Sie sollen sehen Italien mit mir, wenn Sie wollen, und mir dann und wann ein Lied singen.“

Die Studenten wußten nicht, wie ihnen geschah.

„Mr. Brown,“ sagte der zweite Tenor, „das ist sehr edel von Ihnen, aber zu teuer für Sie, denn wir sind allesamt mit einem guten Magen behaftet.“

„Das ist gerade sehr schön, das liebt Mr. Brown sehr. Ich gehe nach Oberitalien,39-6 und Sie begleiten mich, und James und wir werden viele Freude haben. Topp—eingeschlagen!“39-7

Die drei schlugen herzhaft ein. Über das schöne Gesicht des Engländers zog ein Schimmer der Verklärung. So hatten sie ihn noch nicht gesehen.

Die Führer mahnten zum Aufbruch. Der alte Gemsbart40-1 nahm das Ränzel des Assessors.