Der junge Eheherr zog mit seiner Frau und den Damen abwärts der Ebene zu,40-2 die andern hinab nach Italien. Man hatte sich gegenseitig die Namen und Adressen mitgeteilt, und alle schieden, indem40-3 sie das Schneetreiben segneten, das sie zusammengeweht. Der Tauernwirt sandte allen noch einen hellen Juchzer nach, denn Mr. Brown hatte ihm seinen40-4 guten Kaiser Franz Joseph40-5 in Gold als Extrageschenk zurückgelassen. — — —
Der Verfasser könnte nun hier schließen, aber die geneigte Leserin ist neugierig, und möchte für ihr Leben40-6 gern wissen, wie das schließlich noch geendet hat. Darum will er noch ein paar Worte hinzufügen:
An einem schönen Tag, das Jahr darauf, klopft’s40-7 am Niederrhein bei40-8 dem jungen Eheherrn, als er gerade seinen kleinen Schreihals herumtrug. „Annlies! avanti!“ riefen draußen zwei Stimmen. Dem Eheherrn wird’s40-9 ganz italienisch zu Mut, und er ruft: „Entrate pure!“40-10 —d. h. „als40-11 herein!“ Da stehen zwei vor ihm und schauen ihn an. „Nun—wer sind wir?“ fragen sie.
Der Eheherr aber rief in die Küche: „Annlies! avanti!“—ein Hochzeitspaar!“ „Milla!“ rief die junge Frau—„seid41-1 Ihr’s?“ Ja, da standen sie, der Assessor und seine Frau. Sie waren auf der Hochzeitsreise und wollten41-2 zur Cestiuspyramide.
Der Assessor war damals bald umgekehrt, denn ihn trieb ein anderer Gedanke nach Hause. Er war durch jenen Abend dem Leben zurückgegeben und hatte Milla seine Hand gereicht. Alles wanderte41-3 fort, Blasenpflaster, Opodeldoc und Storchfetttopf, und Milla sah aus, wie41-4 wenn sie eben in die Zwanzig gekommen. Was die alte Lena dazu gesagt, wird billig verschwiegen.—
Der zweite Tenor ist41-5 schon lange ein würdiger Pfarrherr. In seinem Hause ist’s41-6 behaglich englisch41-7 eingerichtet. Am Abend brummt der Theekessel, und der Pfarrherr raucht vom feinsten41-8 dazu.41-9 Zu seiner Seite sitzt ein munteres Weibchen immer vergnügt und heiter;—sie heißt Elsa mit Vornamen, die kluge unter den drei Schwestern. Bei ihrer Hochzeit war Mr. Brown der Brautführer und Milla die Brautmutter. Die andern zwei Studenten waren die Ehrgesellen dabei, und der Assessor, der längst schon ein angesehener Landgerichtsrat ist, gab ihnen den Rat, seinem41-10 Beispiele baldigst zu folgen. An der Hochzeitstafel klang41-11 „Ännchen von Tharau“ noch einmal; aber Mr. Brown wußte jetzt, was „Verknotigung“ war.
NOTES
Page 1. —1-1. da einen,E-4 used as accusative of the indeclinable indefinite personal pronoun man, one, them; trans. idiomatically by changing to passive construction, when they (i.e. university-students) are overburdened neither by learning nor by the contents of their pocketbooks.
1-2. Er´langen, town and university of Bavaria, far-famed for its divinity school. Note the difference of accentuation between Er´langen and erla´ngen (to get, to obtain).
1-3. ob ... sei, subjunctive of dependent question, narrated indirectly, the tense remaining the same as would be used when stated directly: „Ist die Welt wirklich so rund?“ being the direct question.