»Wo liegt das Spital?« fragte der Priester nach einer Weile.
»Sie können es vom Garten aus sehen.« Er wies mit der Hand über die Gartenmauer nach einem freistehenden dreistockhohen Hause. »Es ist gut gehalten und wird vortrefflich geleitet. Vier Schwestern wohnen dort und pflegen die Kranken. Auch alte, arme, arbeitsunfähige Leute nimmt das Spital auf und versorgt sie. Es ist vorzugsweise meine Aufgabe, zu den Kranken zu gehen und ihnen die heiligen Sakramente zu spenden. Beinahe jede Nacht werde ich geweckt, weil einer der Kranken nach mir verlangt hat.«
»Das ist eine mühevolle Aufgabe für einen einzelnen. Künftighin werde ich sie mit Ihnen teilen.«
»Das ist nicht nötig. Mir sind meine Berufspflichten niemals noch zu schwer oder zu viel gewesen. Sie werden mit der Seelsorge und dem Unterricht genug zu tun haben. Lassen Sie mir meine Kranken!«
Der junge Kooperator nickte und streichelte den Kopf seines Hundes, der sich dicht an ihn drängte und augenscheinlich beachtet werden wollte.
»Jetzt haben Sie mich nach allem gefragt, nur nach der Kirche nicht,« bemerkte der Mönch nach einer Stille. »Ohne Zweifel haben Sie dieselbe schon besichtigt?«
Eine flüchtige Röte trat auf die Wangen des Priesters.
»Noch nicht,« antwortete er. »Ich werde sie ja sehen, wenn ich die Messe lese,« fügte er rasch hinzu.