»Es geht an. Beginne denn mit den Büchern, wenn Du so gut sein willst, mir diese Arbeit abzunehmen ... Ich will einstweilen meine Papiere ordnen.«
Perkow machte sich an die Arbeit und Harteck kramte in Papieren, die auf dem Tische lagen, zerknitterte manche und warf sie auf den Boden, während er andere wieder sorgsam aufeinander legte. Knechte traten ein, luden die Möbel auf ihre Schultern und trugen sie hinaus. Unruhig lief Cäsar hin und her.
»Der Hund weiß, daß wir abermals wandern müssen,« sagte Harteck. »Er hat solchen Umzug schon mehrere Male mitgemacht und ist kein Freund davon. Leg Dich nieder, Cäsar. Du wirst bald wieder dein wohlgeordnetes Daheim haben, und um etwas anderes ist Dir ja nicht zu tun. Dir bleibt nichts Liebes hier zurück,« schloß er mit einem Seufzer.
»Ich habe Dir doch schon gesagt, daß ich Dich oft besuchen werde,« sprach Joachim, auf dem Boden knieend, und tat einen Stoß Bücher in die vor ihm stehende Kiste. »Gib mir ein Staubtuch, wenn Du eines besitzest. Deine Bücher sind nicht im besten Stand ... Schau, wie der Staub aus den Blättern fliegt! Diese Werke liest Du wohl selten?«
»Sehr selten.« (Es waren Bücher theologischen Inhaltes.)
»Ach! dann gib sie mir!« rief Juchei. »Ich überlasse Dir andere dafür; ja, Georg?«
»Behalte, was Dir gefällt. Ich verlange nichts dafür. Es freut mich, wenn ich Dir etwas schenken darf.«
»Dann danke ich schönstens,« sagte der junge Priester und legte mehrere Werke beiseite. Das Packen ging langsam von statten. Perkow blätterte wiederholt in den Büchern, die er für sich zurückgelegt hatte, und vertiefte sich darein. Endlich aber wurde er doch fertig.
»Nun kommen die Wäsche und Kleider an die Reihe,« sagte er und fuhr mit dem Taschentuch über sein erhitztes Gesicht. »Uff! Bei dem Packen wird einem warm. Sollten wir uns nicht Bier bringen lassen, Georg?«
»Ich will sogleich den Auftrag dazu geben,« sagte Harteck und stand auf. »Setz jetzt ein wenig aus. Auf dem Tisch liegt meine Zigarrentasche, wenn Du vielleicht Lust hast zu rauchen.«