Juchei legte die Hand auf seinen Mund.
»Still, Georg, still. Nichts davon, ich bitte Dich.«
»Aber ...«
»Ich habe nichts vergessen.«
»Du warst so gut gegen mich, ... ich danke Dir tausendmal für Deine Liebe und Treue. Gib mir einen Kuß, Joachim.«
Der junge Geistliche sank vor dem Kranken auf die Kniee. Ihre Lippen berührten sich in einem langen, zitternden Kusse.
»Vielleicht gibt es doch ein Wiedersehen,« sprach Georg und ließ den Kopf auf die Schulter des Freundes fallen. – Vielleicht! Ein trauriges Wort im Munde eines Priesters.
»O Georg!« rief Joachim vorwurfsvoll.
»Verzeih mir ... Und eines noch: Versäume nicht, mir auch noch die letzte Ölung zu erteilen. Was würde meine Gemeinde sagen, wenn ihr Seelsorger ohne die letzte Ölung dahinginge ... Ich will sterben, wie es einem Katholiken geziemt ...«
»Ja, ja. Das hat noch Zeit ...«