»Wer hat meinen Hund geschlagen?« fragte Harteck mit starker Stimme und zornblassem Gesicht.

»Der Herr Dekan, die gnädige Fräul'n, die Knecht', ... alle sein über ihn herg'fallen.«

»Wo ist der Hund?«

»Vor Ihrer Tür liegt er. I han eahm[8] was z'essen 'bracht und han eahm g'schmeichelt, ... er ist ganz verschreckt.«

Harteck drückte ihre Hand. »Ich danke Ihnen, liebe Uschei,« sagte er. »Sie sind ein gutes Mädchen. Ich danke Ihnen herzlich ...«

Und eilig lief er die Treppe hinauf. Vor der Tür lag Cäsar, den Kopf zwischen den Vorderpfoten, und schaute seinen Herrn demütig und traurig an.

»Cäsar!« rief Harteck. Der Hund bewegte die Rute.

»Steh' auf, mein Alter!« sagte der Geistliche im liebreichsten Tone. »Was haben sie Dir denn getan?«

Cäsar sprang in die Höhe und schmiegte sich an die Kniee des Gebieters.

»Geschlagen haben sie Dich, nicht wahr?« fuhr Harteck, den Hund streichelnd und liebkosend, fort. »Na, laß es gut sein.«