Er zerdrückte seinen Künstlerhut in den Händen und durchmaß die Stube mit großen Schritten.

»Das gefällt mir nicht,« sagte er, endlich vor Paula stehend bleibend. »Sie sollten das nicht angehen lassen.«

»Weshalb nicht?«

»Weil« ... er fuhr mit den Fingern durch sein langes Haar ... »weil ich den Umgang mit Priestern für unnütz und schädlich halte ... Toni wird noch eine Betschwester werden.«

Paula mußte lachen. »Lassen Sie doch Ihren Hut in Ruhe,« sagte sie. »Sie werden ihn verderben. Sind Sie vielleicht eifersüchtig?«

»Ja,« antwortete er, trotzig wie ein Kind. »Toni hat diesen – Herrn viel lieber als mich. Das verdrießt mich.«

»Er weiß sie auch besser zu behandeln als Sie, ... er ist so sanft, seine Nähe wirkt so beruhigend ... Das kann man Ihnen nicht nachrühmen.«

»Er ist, mit einem Wort, ein Engel,« sagte der Lehrer bitter und höhnisch.

Paula sah ihn mit ihren ernsten Augen strafend an.

»Sie ärgern sich über alles, was man sagt,« erwiderte sie. »Ich werde künftighin in Ihrer Gesellschaft ganz stumm bleiben.«