»Ich weiß es nicht,« antwortete Paula.

»Um welche Stunde kommt er gewöhnlich?«

»Zwischen fünf und sechs Uhr.«

»Dann will ich um diese Zeit zu Hause sein.«

Er hielt Wort, aber derjenige, den er erwartete, traf nicht ein. Hingegen kam der junge Schullehrer, um, wie er sagte, nachzusehen, was seine kleine Schülerin mache.

»Toni ist längst wieder gesund,« sagte Paula zu ihm. »Am Montag wird sie, wie die anderen, die Schule besuchen. Verwöhnen Sie das Kind nicht allzu sehr und stellen Sie Ihre Krankenvisiten von heute ab ein ... Toni glaubt sonst am Ende wirklich, daß sie eine wichtige Persönlichkeit sei, um deren Befinden sich alle Welt kümmert.«

»Aber ich komme doch nicht bloß Tonis wegen hierher,« stammelte der junge Mann bestürzt.

Paulas Augen fixierten ihn kalt und mitleidlos, als ob sie sagen wollten: »Eben darum will ich, daß Du wegbleibst!« Und ohne zu antworten, ließ sie ihn stehen und ging aus dem Zimmer.

Der arme Lehrer war so außer sich über diese Behandlung, daß er, unfähig ein Wort zu sprechen, den Arzt stumm grüßte und sich hastig entfernte.

»Warum warst Du gegen Herrn Stettner so unfreundlich?« fragte der Arzt, als Paula wieder in das Zimmer trat.