»Bevor ich gehe, habe ich Ihnen noch etwas zu sagen, Sie um etwas zu bitten,« sprach Paula rasch und leise.
»Und das wäre?«
»Aber Sie dürfen mich nicht mißverstehen, dürfen nicht böse werden ...«
»Wie könnte ich? Es macht mich ja glücklich, wenn Sie irgendeinen Dienst von mir verlangen.«
Paula holte schwer Atem und sagte mühsam: »Geloben Sie mir, daß Sie mich kein zweites Mal ansprechen werden, wenn wir einander auf der Straße begegnen sollten, ... es geht doch nicht an, ... mein Vater will es nicht haben.«
In seinen Zügen prägte sich peinliche Enttäuschung aus; aber ohne ein Wort zu erwidern, neigte er das Haupt. Paula faßte Toni, die herzugelaufen war, an der Hand, nickte dem Priester einen stummen Gruß zu, und sie und das Kind entfernten sich mit eiligen Schritten. Paula ging so rasch, daß Toni Mühe hatte, ihr zu folgen. Sie zupfte die Schwester am Kleide.
»Warum sind wir nicht länger geblieben, Paula?«
»Weil mir kalt war. Schau nicht zurück und komm! Der fremde Hund geht Dich nichts an.«
Eingeschüchtert trippelte das Kind neben der großen Schwester einher. In so strengem Tone hatte Paula noch niemals zu ihm gesprochen. »Bist Du böse?« fragte es kleinlaut.
»Nein. Aber laß mich jetzt in Ruhe.«