»Das freut mich, denn ich möchte nicht ungerecht sein ... Ist es wahr, daß zwischen Herrn Harteck und der Tochter unseres Arztes ein Liebesverhältnis besteht?«
Der Mönch blickte überrascht auf. »Wer sagt das?«
»Nun, ... man spricht so. Haben Sie davon gehört?«
»Nein, gnädiger Herr; niemals noch.«
»Hm! ... Kümmern Sie sich ein wenig um die Sache, ... wie?«
»Gnädiger Herr, spionieren ...«
Aurelie warf dem Sprecher einen gehässigen Blick zu. Der Dekan runzelte die Stirn.
»Wer spricht von spionieren?« sagte er. »Sie wissen nicht, was Sie reden. Sie sollen die Augen offen halten, ... anderes verlangt man doch nicht von Ihnen.«
Schweigend verbeugte sich der Mönch. In seinem unschuldigen jungen Gesicht drückte sich augenscheinliche Verwirrung aus.
»Ich beauftrage Sie also,« fuhr der Dekan fort, brach jedoch ab. Es war an die Tür geklopft worden.