Cäsar hatte die Ohren gespitzt. An die Tür des Nebenzimmers war gepocht worden. Harteck erhob sich und ging öffnen. Der junge Mönch stand auf der Schwelle.
»Treten Sie ein,« sagte Harteck. »Was führt Sie zu mir?«
Benediktus gehorchte der Aufforderung und setzte sich auf den Stuhl, den Harteck ihm anbot. Der Priester blieb stehen. Aufmerksam betrachtete der Mönch seine zerdrückten Kleider, sein verwirrtes Haar und seine leicht geröteten Augenlider.
»Wollen Sie nicht hinunterkommen zum Herrn Dekan?« fragte er. »Das Essen ist aufgetragen.«
»Ich danke Ihnen herzlich, ... aber ich kann wirklich nicht, ... mir ist sehr unwohl.«
»Was fehlt Ihnen?«
»Ich habe mich erkältet, ... in der Kirche, glaube ich.«
Der Pater zog die Stirn kraus.
»Warum gerade in der Kirche?« versetzte er. »Dort gewiß nicht, ... weit eher auf Ihren – entschuldigen Sie – unsinnigen Spaziergängen. Sie sind nicht kräftig. Wer zwingt Sie, bei jedem Wetter auszugehen?«
»Niemand. Sie haben recht. Ich werde künftighin zu Hause bleiben.«