»I mag aber net, – i möcht' tanzen!«
Und: »Tanzen! Tanzen!« ertönte es von verschiedenen Seiten. Die Burschen und Dirnen erhoben sich halb von ihren Sitzen und schwenkten ihre Gläser. Vergebens mahnten die Alten zur Ruhe und wiesen mit den Augen auf den gnädigen Herrn, der mit sehr reservierter Miene in sein Weinglas blickte ... Nichts half. Die liebe Jugend lärmte weiter.
Der Herr Dekan hielt es für geraten, sich zurückzuziehen. Fräulein Aurelie wollte noch bleiben, wollte ein wenig dem Tanze zusehen ... »Daraus wird nichts!« sagte ihr Oheim streng. »Das schickt sich nicht für Dich. Zahlen, Herr Wirt.«
Er zahlte und erhob sich dann; die übrigen der Gesellschaft folgten seinem Beispiel. Der Dekan reichte seiner Nichte den Arm und schritt voran, die Geistlichen schlossen sich ihm an; alle, die im Saale waren, standen auf und grüßten. Das Fortgehen der »Herren« erregte sichtlich allgemeine Befriedigung.
»Jetzt ruckt's die Tisch weg und die Sesseln! Jetzt wird's erst luschti wer'n!«
Und kecke »G'stanzeln« ertönten ... Die Katze war fort, die Mäuse wagten zu tanzen.
| »Da Tanzen und Liaben |
| Verbieten die Herr'n ... |
| Sie sein uns halt neidi' ... |
| Taten's selber recht gern!« |
sang einer.
| »Und jedem Buam sei' Diandl, |
| Gott hat's so bestellt – |
| Und dem Pfarrer sei' Köchin ... |
| So geht's in der Welt!« |
antwortete ein anderer.