Er streckte ihr die Hand entgegen. Paula ergriff sie und er zog das Mädchen an seine Seite.
»Ich sah Sie von drinnen hier stehen,« fuhr Paula fort, »in dieser Kälte ... und erschrak zu Tode, ... ich mußte hinaus zu Ihnen ... Was, um Jesu willen, tun Sie hier?«
An ihrer Stimme, an ihren Fingern fühlte er, daß sie zitterte.
»Sie dürfen nicht hier bleiben,« sagte er hastig. »Sie sind vom Tanz erhitzt und nun setzen Sie sich der eisigen Winterluft aus. Den Tod können Sie sich holen.«
»Was liegt daran!« sprach sie in sich hinein.
»Mir liegt daran,« entgegnete er heftig, zog seinen Überrock aus und warf ihn um ihre Schultern.
»Welche Torheit!« rief Paula unwillig. »Nun werden Sie sich erkälten. Ich beschwöre Sie, gehen Sie nach Hause.«
»Mich schicken Sie immer fort. Andere dürfen mit Ihnen tanzen und ich soll Sie nicht einmal ansehen. Nein, ich bleibe.«
»Wozu? Bloß um mich zu quälen?«
»Ich will Sie nicht quälen, Paula,« sagte er und haschte nach ihren Händen. »Ich will Ihnen gehorchen ... Versprechen Sie mir aber, daß auch Sie nach Hause gehen werden ... Sie wissen nicht, was Neid heißt und Eifersucht,« murmelte er mit hilfloser, fast weinender Stimme, »was ich gelitten habe, als ich Sie in den Armen fremder Männer sah ...«