»Mein Gott! Ich will tun, was Sie begehren,« sagte Paula erschreckt. »Regen Sie sich doch nicht so auf! Wie könnte ich Sie kränken wollen, ... ich!« Sie brach in ein bitteres Gelächter aus.

»Verzeihen Sie mir,« sagte er. Er wußte nicht, was er sprach noch was er tat. Er hatte das Haupt entblößt und den Hut in den Schnee fallen lassen, ... die kalte Dezemberluft zog schneidend durch sein Haar.

»Sie zittern ja,« bemerkte Paula, befreite ihre Hände aus den seinen, nahm seinen Rock von den Schultern und hängte ihn dem Priester, trotz seinem Sträuben, um; ihre Arme, ihre Brust berührten ihn dabei, ... der Rock glitt zur Erde, die Arme des Mannes faßten nach dem schlanken, bebenden Leib des Mädchens.

»Lassen Sie mich!« rief Paula mit rauher Stimme. »Haben Sie nicht gehört ...?«

»Was?«

»Es hat jemand in unserer Nähe gehustet ...«

»Ich habe nichts gehört.«

»Sehen Sie ... dort, ...« sie drängte sich atemlos, Schutz begehrend, an seine Brust ... »dort an der Wand, ... sehen Sie nichts?«

»Nein,« sprach er verstört. »Ist jemand da?«

Niemand antwortete. Aber verhallende Schritte schlugen an sein Ohr.