Zwölftes Kapitel

Der Arzt und Paula saßen am Frühstücktische; den Kaffee hatten sie bereits getrunken, der Vater las in einem Zeitungsblatt, Paula saß ihm gegenüber und rührte mit dem Löffel in der geleerten Tasse herum.

»Vater, ...« sagte sie endlich.

Er blickte auf.

»Ich möchte Dich bitten, Vater, mir den heutigen Tag frei zu geben ...«

»Gern. Was aber hast Du vor?«

Sie schwieg. »Muß ich's sagen?« fragte sie nach einer Weile.

»Nein. Du mußt nicht, wenn Du mir nicht freiwillig sagen willst, was Du im Sinne hast.«

»Dann will ich ... erst später ...« Sie verstummte abermals und stand auf.

»Gehst Du ohne Toni?« fragte er unter dem Druck einer schweren Beklemmung.