»Nun, so, so.« Er bohrte seinen Spazierstock in die Erde und betrachtete ihn scheinbar aufmerksam. »Was liegt Ihnen auch an meinem Befinden!«
In der Tat, ihr lag nicht viel daran; aber sie erwiderte: »Lassen Sie uns friedlich bleiben, ... ich bitte Sie darum. Was gibt es Neues?«
»Nichts von Belang. Der Nachfolger des Kooperators ist gestern hier eingetroffen. Vielleicht interessiert Sie das.«
Sie schwieg.
»Und unser geliebter Seelsorger, Herr Harteck,« fuhr er mit einer Grimasse fort und stieß die Spitze seines Stockes heftig in den Erdboden, »ist ebenfalls heute morgen zurückgekehrt. Doch das war Ihnen ohne Zweifel schon bekannt.«
»Nein,« sagte Paula.
»Nicht? Das wundert mich.« Er nahm den Hut vom Kopfe und wirbelte mit den Fingern sein Haar auf. »Die Stunde, in der dieser Herr zum Teufel geht, wird die schönste meines Lebens sein,« sprach er und aus seiner Stimme schlug ingrimmige Schadenfreude heraus.
Paula wendete sich zum Gehen.
»O! bleiben Sie nur!« sagte der Lehrer. »Ich bin schon wieder artig.« – Finsteren Blickes starrte er die Straße hinab. »Der Wolf in der Fabel!« murmelte er. »Dieser Mensch läuft aber auch immer über meinen Weg.«
Er bemerkte, daß Paula zusammenschrack und der Richtung seiner Augen folgte.