Dann, an einem frühen Morgen machte ich mich wieder auf den Heimweg nach dem Zinken. Und es geschah, daß ich mich veratmend an den Wegrand setzte. Es war ein kühler, wolkiger Morgen; man wußte noch nicht, wollte der Tag schön oder trübe werden. Der Sturm hatte eingesetzt und lief mit mächtigem Wehen über das weite, flache Land. Und dieweil ich so in der tiefen, bewegten Einsamkeit saß und mein Herz voll einer seltsamen Trauer und großer, unverbrauchter Liebe war, löste sich's in mir langsam, wurde zu Worten und Reimen, und es war mir dies seltsam tröstlich. Es hieß so:

So oft auch der Sturm mit Toben

Uebers Land hingeht, –

Er ist noch immer zerstoben

Und müde verweht.

Die Ströme ziehen mit Brausen

Und mächtig daher;

Und müssen doch alle draußen

Verrinnen im Meer.