Das Gefühl, das uns bei dem Betreten unseres Schiffes beschlich, war, als ob wir nach langer Trennung, in das heimathliche Haus zurückgekehrt wären; wir freuten uns Abends, nach merkwürdig durchlebten Tagen, auf das Verdeck zu treten, und dann in stiller Nacht, in den kleinen traulichen Kabinen unsere Gedanken zu sammeln, und die frisch und mannigfaltig eingeprägten Bilder vor unserem Geiste vorbeiziehen zu lassen. Nirgends läßt sich's besser nachdenken, als in solch einem kleinen Bretterraum, zwischen Himmel und Wasser, und jedem Philosophen möcht' ich rathen, seinen Wohnort in dem Winkel eines Schiffes aufzuschlagen. Im sogenannten Räderkasten, in welchem wir gewöhnlich unsern Imbiß einnahmen, fanden wir das herrlichste Obst, welches die Frau des Apotheker-Consuls dem Kapitän übergeben hatte; ein wahres Wunder der Natur war darunter, eine zwei Schuh lange Traube, die uns natürlich an das Prachtexemplar von Kanaan erinnerte, welches die mannaphagen Hebräer von Kanaan in ein eben so gottseliges Entzücken gebracht haben mag, wie uns. Wir hingen dieses Wunder der Naturkraft unangetastet an die niedere Decke des Raumes, so daß die unteren Beeren bis auf den Tisch reichten. Als ich am späten Abend auf das Verdeck trat, schien der Mond in südlicher Pracht auf den Golf und dessen romantische Ufer; seine Strahlen tanzten sanft auf den leicht bewegten Wellen, hinter denen aus dem mystischen Dunkel einer südlichen Nacht die Dächer und Spitzen der Stadt hervorragten, über der sich, gleich einem riesigen Wächter, der graue Palamides erhob. In der Mitte des Silberspiegels lag, von den Wellen sanft bespült, das vom geisterhaften Mondlicht erleuchtete Festungswerk If, dessen Bauart und Name den türkischen Ursprung verräth. Jetzt ist dieser, auf kleinen Riffen sich erhebende Thurm, ein Gefängniß. Es war ein Bild wie aus einem Walter Scott'schen Roman, und jeden Augenblick erwartete man den taktmäßigen Ruderschlag eines Retterbootes; doch heute Nacht mußten die armen Gefangenen vergebens seufzen, und ich glaube auch, daß sich unter diesen hier kaum einer befand, der würdig gewesen wäre, der Held eines Romans zu sein. – Bald ward es auf dem Verdecke immer stiller; der Schlaf breitete seine Fittige über die lustigen Reisenden; zuweilen nur hörte man halb im Traum, das beruhigende: »Alles wohl« des wachsamen Nachtpostens. Erst am hellen Tage erwachte die Gesellschaft zu neuen Unternehmungen gestärkt; der Vormittag war der Besichtigung von Nauplia bestimmt. Die Stadt bestand schon, wenn auch ohne Bedeutung, unter den alten Griechen; ihre großartigen Festungswerke verdankt sie dem überall schaffenden Geiste der venetianischen Republik, und auch über ihren Thoren prangt der Markuslöwe mit seinen sich weit ausbreitenden Schwingen. Den türkischen Händen wurde sie durch die Griechen entrungen. Hier war es, wo sie ihren neuen Herrscher zum erstenmale begrüßten, welcher lange Zeit in einem schlichten Hause auf einem kleinen Platze dieser Stadt residirte, und erst in den folgenden Jahren, Athen zu seiner Hauptstadt erkor. – Zuerst wurde das Arsenal besichtigt; es steht auf dem von den Venetianern schon dazu bestimmten Platze. Da die Griechen alle Kriegsbedürfnisse aus dem Auslande kommen lassen, so genügen die an den Umfangsmauern aufgestellten Hütten, um die beschädigten Waffen auszubessern, und allenfalls einige Kleinigkeiten neu anfertigen zu lassen. Die Räumlichkeiten sind keineswegs sehenswerth, und nur als rührende Bestrebung eines so lang unterdrückten Volkes kann dieses Arsenal denjenigen interessiren, der Antheil an dem Aufkeimen des Hellenenreiches nimmt. Da die Kommandanten die Güte hatten, uns überall herumzuführen und Alles zu erklären, so machte Fürst J. als ausgezeichneter Militär einige Bemerkungen, die ihnen sehr schmeichelhaft waren. Von hier gingen wir durch Straßen, die schon anfangen das Gepräge des Orients zu tragen, nach dem Landthore der Festung, und waren nach einer kleinen Strecke am Fuße des berühmten Palamides. Mächtig und stolz steigt der Fels aus dem Schoße der Erde; nur von einer Seite steht er mit der Gebirgskette in Verbindung; seine Farbe spielt vom Gelb in das Rothe, hin und wieder umwuchert ihn der fleischige, gelbblühende Kaktus, dessen Frucht von den Einwohnern sehr gerühmt wird. Gegen die Meerseite führt die, mit einem Parapet versehene und mit Batterien bespickte Marmorstiege zur Festungskrone hinauf; leider trübte sich das Wetter immer mehr, und zuletzt fiel gar ein feiner Regen. Wir ließen uns aber doch nicht abhalten, die 692 Stufen, die in das Innere des Adlernestes führen, unter der Leitung des Kommandanten zu erklimmen. Eine Wache griechischer Jäger empfing uns an der Pforte. Von den oberen Batterien übersieht man die Stadt in Vogelperspective. Dieselbe verbindet sich mit dem Fuß des Felsens und breitet sich auf einer Landzunge aus, die der Golf umspült. Die Häuserhaufen scheinen uns von diesem Standpunkt, für das so arm bevölkerte Land, ziemlich bedeutend; vor unseren Augen entwickelte sich ein enges Netz von Straßen und Plätzen, in denen die Bevölkerung emsig hin und her zog – Kirchen, Häuser, Baumplätze, alles erschien kleiner, als es ist, scharf begrenzt von den mächtigen Venetianer-Mauern, und der Stadtplan konnte nicht deutlicher aufgenommen werden, als er uns von der Höhe des Palamides erschien. Von der Stadt aus führt eine Erdenge zwischen Meer und Felsen zur Ebene, von der aus sich eine zweite Stadt mit freundlichen Häusern an den Berg zu lehnen scheint. Am Fuße dieser neuen, mit Gärten umgebenen Ansiedlung, steht ein großer Felsblock, in dessen eine Seite das kolossale Bild eines verwundeten Löwen gehauen ist. Es wurde von König Ludwig zur Erinnerung an die in Hellas gefallenen Baiern errichtet. – In der Ferne sahen wir durch einen leichten Nebelschleier Argos und die felsigen Riesenmauern, aus denen wir Tags zuvor durch einen schmalen Thorweg herausgetreten waren. An der Rückseite des Palamides erheben sich noch höhere Gebirge, die vom Inneren der Festung nur durch einen großen, in Stein gesprengten Graben getrennt sind. Nach der neueren Taktik müßte zur Sicherung des Platzes ein Außenwerk auf dieser dominirenden Höhe angebracht werden; doch hier kämpft man noch Mann gegen Mann den muthigen Kampf des Alterthums, und schickt sich nicht die von ferne zerstörenden Geschosse zu; auch ward der Palamides von den Venetianern nur wegen der Sicherung des Hafens befestigt. Das Innere des Platzes ist mit Wohnhäusern und Kasernen angefüllt, die auf dem unregelmäßigsten Boden stehen; fast so bemerkenswerth, wie die mächtigen venetianischen Ruinen, ist die maßlose Unordnung, die hier herrscht; die Soldaten sehen wie die Hühnerdiebe aus, und selbst der Kommandant hatte etwas Rohes und Ungebildetes. – Nachdem wir das ganze Terrain mit seinen Bastionen, Erhöhungen und Vertiefungen abgegangen hatten, stiegen wir die vom Regen schlüpfrig gewordenen 692 Stufen wieder herab und durchwanderten dann die Straßen der Stadt. Die Häuser sind fast alle hoch und schmal, und in jedem Stockwerk mit einem Balcon versehen; zu ebener Erde sind offene Buden, die an den engen, finsteren Straßen hinlaufen. Die ziemlich zahlreichen Kirchen sind im alt-byzantinischen Style erbaut; auch ein katholisches Gotteshaus von ziemlich unkirchlicher Außenseite ward uns gezeigt. Der Konsul sagte uns, daß die Katholiken in dieser Stadt auf jede Weise verfolgt werden. Die Altkirchler verbreiten die lächerlichsten Mährchen über sie; so erzählen sie, daß die Geistlichen jeden Sterbenden beim Administriren erdrosseln. Die Bevölkerung stört den Gottesdienst, wo sie nur kann. Auf einem der kleinen Plätze sahen wir einen ziemlich plump gearbeiteten Marmorsarkophag, der die Reste Ypsilantis enthält, und diesem Helden von seinem Bruder gesetzt worden ist. Das Haus und der Platz, wo König Otto gewohnt hat, sind unbedeutend, hingegen interessirte uns ein anderer, auf dem noch Häuser aus der Türkenzeit stehen, die nur noch durch ein Wunder zusammenhalten; denn die Stützen und Gitter der balconartig hervorragenden ersten Stockwerke – einer Bauart angehörend, die wir später in Smyrna verherrlicht sahen – waren zum Einstürzen morsch und faul; dennoch ist der Anblick dieser bizarren Formen und lebhaften Farben malerisch. Schon dies Alles erfüllte meine Phantasie; wie aber ward sie angeregt, als ich aus einer der wenigen Oeffnungen eine schöne, in schwarze europäische Kleidung gehüllte Dame herausblicken sah! Ein schlanker Mann im französischen Frack stand hinter ihr; woher diese traumhafte Erscheinung kam, blieb uns unerklärt; höchstens könnte ein Engländer-Paar die Idee fassen, sich unter diesen Trümmern begraben zu lassen. Auf einem der Festungswälle, unmittelbar am Meere, steht eine herrliche dreihundertjährige Dattelpalme, deren imposante Höhe sich aber leider nicht ganz geltend machen kann, da ein großer Theil des schlanken Stammes, in der Erde verschüttet ist; auf unseren Wunsch, einige der in der Krone wachsenden Früchte zu erlangen, stieg ein langer Grieche, in weiten blauen Pluderhosen, mit großer Fertigkeit den schlanken Stamm hinan, und warf die grünen Früchte, zum Jubel der untenstehenden Bevölkerung hinab. So schön das Klima ist, so werden die Datteln doch nicht ganz reif und fallen nutzlos zur Erde. Unmittelbar neben der Palme ist in der Festungsmauer ein schöner türkischer Brunnen mit fein gearbeiteten Koransprüchen angebracht, die der religiöse Sinn der Mohammedaner überall einfügt; auch muß man ihr Talent, schöne Punkte für die Brunnen zu finden, bewundern, wie es hier am Fuße der Palme mit der Aussicht auf den schönen Golf in so hohem Maße geschehen ist.

Wir kehrten zum Quai zurück, ruderten an Bord des Vulkans und sagten Napoli di Romania »Ade«, um dem Pyräus zuzusteuern.

Athen.

Den 14. September 1850 angekommen.

Um fünf Uhr Morgens wurde ich in meiner kleinen Kabine mit dem Rufe geweckt: »man sieht Athen«! War's doch wie in den Kreuzzügen beim Anblick von Jerusalem; alles stürzte auf die Brücke des Schiffes, um das Hauptziel unserer Reise schon von Weitem zu begrüßen. Neugierde und Freude malte sich auf jedem Gesichte, und weithin schweifte der prüfende Blick. Die azurblauen Wogen des schäumenden Meeres spielten an eine breite, gelbe Küste, die sich bald eben, bald etwas erhoben mit dem Lande verbindet. Pflanzenleer und doch großartig lief die Fläche weithin fort, bis sie endlich von einem Halbkreise himmelhoher Berge begrenzt wurde. Am Ende dieser Ebene sahen wir, von hohen Felsen umgeben, Athen als einen weißen Punkt; hinter diesem den Hymetus, die Akropolis und die andern geschichtlich denkwürdigen Höhen, und weiter noch den Penthelikon hervorragen; der Anblick war keineswegs so freundlich feenhaft, wie der von Patras, sondern, kahl, ernst und erhaben. Es war ein Bild der Vergangenheit, auf dem die Erinnerung großer Begebenheiten ruht. Unser Schiff hatte sich dem kahlen Ufer genähert, auf dem man uns einen Haufen Steine als das Grab des Themistokles zeigte. Plötzlich wendeten wir, und liefen in einen kaum einige hundert Schritt breiten Kanal ein, der sich zwischen den niedrigen felsigen Ufern durchwindet und keinen Ausweg zeigt, bis sich ein breites Wasserbecken aufthut, und man in dem friedlichen Pyräus einläuft. Ein Halbkreis von neugebauten Häusern umgiebt den Hafen, in dem eine bedeutende Anzahl Schiffe ankerte. Am Quai und auf dem Wasser ist reges Leben, ein Anblick, der freudig ergreift, wenn man bedenkt, daß noch vor wenigen Jahren nur einzelne Häuser an diesen Ufern standen, der Hafen leer von Schiffen war. Jetzt ist nur noch die Umgebung kahl und todt. – Wir fanden zwei französische Lloyddampfer und ein französisches Geschwader vor, das von einer Fregatte mit einem Admiral angeführt wurde. Wieder umkreiste uns, wie in Patras, gleich nachdem wir geankert hatten, eine große Anzahl von Barken, mit einem einzigen lateinischen Segel von einem Schiffer mit großer Geschicklichkeit gelenkt, der dasselbe bald rechts, band links herumlegte, und pfeilschnell dahin schoß. Diese niedlichen Schiffchen sind ein Schmuck des Hafens. Ein Boot wurde, um die Erlaubniß landen zu dürfen, ausgesendet; dann begrüßte uns Graf J., der östreichische Geschäftsträger. Gleich nach ihm erschien General G., Hofmarschall des Königs, begleitet vom Hauptmann M., einem geborenen Triestiner, der uns während unseres Aufenthalts in Athen zugetheilt wurde; diese beiden Herren luden uns ein, im königlichen Schlosse eine Wohnung zu beziehen, ein Anerbieten, das mit Dank angenommen wurde. Wir verließen daher, nachdem wir unseren Anzug ein wenig geordnet hatten, auf mehrere Tage den geliebten Vulkan. Am Quai erwartete uns ein vierspänniger Wagen der Königin; es war die erste Equipage, die wir seit langer Zeit gesehen hatten. Blaue moderne Livree, große mecklenburgische Pferde und eine elegante Calesche paßten wohl zusammen, machten aber einen sonderbaren Gegensatz zu der wüsten Umgebung.

Wir sprangen mit heißen Erwartungen in den Wagen, und wurden auf weichen Federpolstern auf der berühmten Straße von Pyräus nach Athen geführt, ein dreiviertel Stunde langer, außerordentlich breiter, guter Weg, auf dem uns nur der fürchterliche Staub belästigte. Die Stadt war, seit der Einfahrt in den Piräus unseren Blicken entschwunden, und erst am Ausgange eines Olivenwaldes, durch den wir fuhren, erschien sie wieder. Dieser Hain ist wegen seiner Ausdehnung und der Menge seiner Früchte berühmt im Lande; doch war er dieses Jahr in schlechtem Zustande, da die Bäume durch den vorjährigen strengen Winter gelitten hatten, und man erst in einigen Jahren ihre vollständige Heilung hofft. Von Strecke zu Strecke stand ein Wirthshaus an der Straße, vor dem sich die interessantesten Gruppen von Einwohnern zeigten; auch hier begegneten wir einzelnen Zügen aus Eseln und Maulthieren, und sogar einigen schlechten Wagen. Nahe dem Pyräus sind noch Ueberbleibsel der altgriechischen Befestigungen von Athen. Weingärten und Olivenanpflanzungen wechseln ab; der Hain lichtet sich und der Eindruck wird freundlicher und großartiger zugleich. Wir durchstrichen eine Ebene, auf der ein berühmter Kampf gegen die Türken gekämpft wurde, und welche ein Monument schmückt. Endlich zeigt sich die, durch die Geschichte geweihte Stadt, in der die Phantasie begierig nach den Erinnerungen einstiger Größe sucht. Vor allem Andern wird der Blick durch einen mächtigen Felsen gefesselt, der wie auf marmornem Sockel eine Krone sonder Gleichen trägt: die Akropolis mit ihren säulenreichen Tempeln und ihren hundert Mahnungen an ihre große Vergangenheit; sie leuchtet mit erhabenem Stolze von ihrem Felsen herab; und wie man von den Gesichtszügen auf die Seele des Menschen schließen kann, so spricht dieses Denkmal die Größe der Zeit aus, in der es entstand. In der Ebene zeigte sich zu unserer Rechten im schönsten künstlerischen Ebenmaße der Theseustempel, dessen gelblicher Marmor wie mattes Gold erscheint. Vor uns lag die Stadt, deren Umfang nicht sehr bedeutend ist; sie wird durch eine lange, ungepflasterte Straße durchschnitten, die der höher gelegene königliche Palast schließt, die aber anfangs nur niedrige und unansehnliche Häuser begrenzen; erst in der Nähe des Palastes nimmt sie ein städtisches, besseres Aussehen an; doch schmückt sie gleich anfangs eine hohe prächtige Palme; auch ist die Metropolitankirche, im byzantinischen Style, durch ihr typisches Aussehen ehrwürdig, und erinnert an die altchristliche Zeit; sie erhebt sich kaum vier Klafter über den Erdboden und ist von geringem Umfange, was sonderbar mit dem königlichen Palaste kontrastirt. Vielleicht ist es, wie im hebräischen Reiche, auch erst dem Nachfolger des ersten Königs vergönnt, dem Herrn einen würdigen Tempel zu bauen, während der jetzige Regent, wie David, nur für seine eigene Unterkunft zu sorgen hat.

Die Häuser gleichen denen von Patras, nur sind sie etwas mehr mit den Bedürfnissen der Kultur versehen; der untere Theil ist meist zu Verkaufsläden verwendet; das Leben wird immer bewegter, je mehr man sich dem großen Platze nähert, an dem der königliche Palast auf einer Anhöhe steht; auf der linken Seite hat ein Triestiner ein schönes Gebäude im griechischen Geschmacke gebaut; die rechte Seite ist leer und läßt einen Blick auf den neuen Theil der Stadt offen, in dem sich einige recht nette Häuser befinden. In der Ferne glänzt das Meer und auf demselben zeichnen sich in klarer Luft die herrlichen Säulen des Jupiter-Tempels ab; auf dem Platze selbst sind große, regelmäßige Pflanzungen von Cactus, Aloën und Cypressen angelegt, in deren Mitte ein Weg, mit breiten Marmorstiegen zum Palaste hinan führt; rechts und links sind Alleen mit Fahrwegen. Diese Pflanzungen stehen im Einklange mit den architektonischen Linien des Palastes, der in ziemlich schmucklosem, griechischen Style dasteht; nur leuchtet an den Wänden, Fenstern, Balconen und Terrassen der weiße griechische Marmor statt aller Zierrath hervor. Der ganze Bau ist ein längliches, zweistöckiges Viereck; an der Front, gegen die Stadt, tragen dorische Säulen einen Balcon über der Einfahrt; von dieser führt eine herrliche freischwebende Marmorstiege in das obere Stockwerk. Auf der Meeresseite wird eine Terrasse von Säulen gestützt, die zu ebener Erde einen offenen Gang bilden, von dem aus breite Stufen zur Straße hinabführen; jenseits derselben liegt der mit den herrlichsten südlichen Gewächsen geschmückte Garten der Königin; auf der Rückseite, gegen die Gebirge zu, schwebt wieder ein Balcon über der hinteren Einfahrt, von der aus eine Wendeltreppe aus Marmor und Bronce hinaufsteigt. Da das Aeußere des Palastes wenig verziert ist, so hat er von weitem leider ein kasernenartiges Ansehen, welches der Reichthum des Materials erst in der Nähe mildert; auf jeden Fall ist er aber viel zu groß für die kleine Stadt, ja sogar für das kleine Land. Augenblicklich merkt man den leitenden Geist des Königs Ludwig von Baiern, welcher die Bauten nicht dem Bedürfniß anpaßte, sondern sie um ihrer selbst willen hinstellte. So müssen auch das griechische Reich und seine Hauptstadt, sein Hof und seine Dynastie, erst in diese Palasträume hineinwachsen. Die inneren Gemächer sind prachtvoll; ein herrliches Thronzimmer für den König, ein gleiches für die Königin, große in Fresco gemalte Speisesäle, wundervolle von Gold strotzende Tanzsäle, Salons und große Fremdenzimmer eröffnen sich dem erstaunten Auge. Das Ganze ist in vortrefflichem Geschmacke und bis zu Leuchter und Tafelgeschirr im griechischen Style eingerichtet; ein schöner Gedanke, der besonders den Zimmern der Königin ein zugleich freundliches und künstlerisches Gepräge giebt; man sieht ihnen an, daß hier ein liebenswürdiger Geist waltet; dieser ist es auch, der die Existenz in diesem Lande mit seinem Zauber umgiebt. Wir sahen diese schönen Räumlichkeiten erst im Laufe unseres Aufenthaltes, und wurden anfangs in die uns angewiesenen Zimmer geführt, wo wir der Audienz bei der Königin harrten; unsere Fenster gingen auf den Garten gegen das Meer zu; doch gewährte mir ein Eckzimmer auch den Anblick der Stadt und der Akropolis. Man kann sich nichts Schöneres und Interessanteres denken, als die Aussicht von dieser Höhe auf die malerische Umgebung mit ihren Denkmalen. Die klare Luft des Südens ließ alles deutlich und scharf erkennen, und über die Spitzen der um den Palast stehenden hohen Palmen hinweg sah man ein Gemisch südlichen Zaubers und edler Einfachheit; es ist, als ob die Natur hätte zeigen wollen, wie edle Formen auch ohne üppige Fülle, nur von Werken der Kunst gekrönt, das Gemüth ergreifen können; die hiesigen Gegenden sind hohen und erhabenen Schönheiten zu vergleichen, während die lieblichen Thäler unseres theuren Deutschlands mehr einen naiven freundlichen Eindruck hervorbringen. Der Garten der Königin, in dem das Streben bemerklich ist, die südliche Vegetation mit der nördlichen in schönen Gruppen zu verbinden, giebt einen trefflichen Vordergrund zu der bedeutungsvollen Aussicht, und einen malerischen Gegensatz zu den hellgelben kahlen Umrissen, die das Meer würdig schließt.

Nachdem unser Gepäck aus dem Pyräus angelangt war, setzten wir uns in Uniform und wurden nun zur Königin-Regentin geführt. Im kunstreich verzierten Thronsaale stand der weibliche Hofstaat; hier blieben unsere Reisegefährten; mein Bruder und ich wurden in den anstoßenden Salon geführt, wo uns die Königin in einer eleganten geschmackvollen Morgentoilette empfing. Sie ist von mittlerer Frauengröße, und weiß Würde und Anmuth in seltenem Maße in ihrem Wesen zu vereinigen. Ihre Züge drücken Geist und Charakterstärke aus; ihr Gespräch ist liebenswürdig und geistreich und steigert sich zum Enthusiasmus, wenn die Rede von ihrem theuren Hellas ist. Sie ist die wahre Mutter ihres Volkes; denn nur eine Mutter kann mit so vielem Interesse von jeder Einzelnheit sprechen, die sich auf ihre Kinder bezieht. Auch genießt die Königin die verdiente Gegenliebe ihres Volkes, und wird überall, wo sie erscheint, mit Begeisterung empfangen; von ihrer kräftigen und einsichtsvollen Regentschaft hört man aller Orten mit Bewunderung sprechen. Ich hätte nicht geglaubt, daß eine deutsche Prinzessin, gewöhnt an die angenehmen Bequemlichkeiten ihres Vaterlandes, sich so ganz in die griechischen Sitten schicken, und es sogar in der Sprache zu solcher Vollendung würde bringen können. Nach einem Gespräch von einer viertel Stunde, führte uns die Königin in den Thronsaal und stellte uns ihre Damen vor, worauf ich ihr unsere Reisegefährten nannte. Die Oberhofmeisterin der Königin, Frau von P., ist unter den Höhergestellten am Hofe die einzige Deutsche; sie macht durch ihr freundliches Benehmen und ihren heiteren Geist ihrer Nation Ehre. Außer ihr hat die »Basilissa« (so wird die Königin im Lande genannt) noch zwei Griechinnen zu Hofdamen. Fräulein Photanie M. und Fräulein Penelope L. Dieselben kleiden sich griechisch und bestätigen die so berühmte Schönheit der Frauen ihres Landes. Sie sprechen ziemlich gut französisch, und scheinen überhaupt nicht ungebildet zu sein. Nachdem man uns zu einem Spazierritt, auf fünf Uhr, eingeladen hatte, wurden wir von der Königin entlassen. Der übrige Hofstaat ist ziemlich unbedeutend, und ich will hier nur noch des Hofmarschalls Generals G. erwähnen, welcher, wie es deren an allen Höfen giebt, eine Art Factotum ist; er ist einer der Wenigen, welchem der König sein ganzes Vertrauen schenkt; auch soll er bei der verhängnißvollen Revolution sehr viel Charakterstärke bewiesen haben. Seine Vergangenheit ist jedoch etwas dunkel, und es giebt böse Zungen, welche derselben räuberische Gelüste zuschreiben. Sein Aeußeres entspräche dieser letzten Behauptung; er hat eine finstere, etwas gemeine Physiognomie, Hautfarbe und Haare sind außerordentlich dunkel; dagegen gewinnt seine Erscheinung durch die herrliche griechische Tracht. – Um fünf Uhr versammelten wir uns in einem, gegen die Meerseite gelegenen, niedlichen Cabinete; die Königin schritt die breiten Marmorstufen hinab und schwang sich mit großer Leichtigkeit auf ein türkisches Pferd, welches ihrer harrte. Wir folgten ihrem Beispiel, und nun ging es in lançadirendem Galoppe bei der Hauptwache des Palastes vorbei, über den Schloßplatz, durch einen Triumphbogen von Myrten, der zur morgigen Feier der Revolution errichtet worden war, die lange Straße hinunter zum Theseustempel. Die Königin wollte uns einen Ueberblick der Merkwürdigkeiten Athens geben. In der Straße wurde sie mit Jubelruf empfangen, und Alles grüßte mit dem Ausdrucke der größten Verehrung. Die Königin zu Pferde ist eine wahrhaft anmuthige und schöne Erscheinung. Sie reitet ganz vortrefflich, hat einen festen Sitz und führt das Pferd im schnellsten Galopp über Stellen, welche mancher berühmte Reiter bei uns kaum im Schritt passiren würde. Die Pferde des griechischen Hofes sind meist aus den asiatischen Gebirgen, haben einen schuhartigen Beschlag und klettern wie Gemsen über schwindelnde Höhen. Wenn sie keinen Fuß fassen können, rutschen sie auf den Hinterfüßen über Felsplatten, ohne zu stürzen. Auch macht die Königin ihre weitesten Reisen zu Pferde, da von einem Fortkommen zu Wagen bis jetzt noch keine Rede ist. – Der Theseustempel ist eines der besterhaltenen Monumente in Griechenland, und vielleicht eines der schönsten des Alterthums. Er ist ziemlich groß, alle seine Säulen und der größte Theil der inneren Mauern und des Daches sind erhalten. Der Marmor, aus dem er gebaut ist, war ehemals weiß, hat jedoch durch Zeit und Wetter einen schönen gelben Glanz erhalten, der diesen großen Massen vortrefflich läßt. Der Styl ist einfach und durchaus rein. Außerordentlich wird dieses Kunstwerk durch den freien Raum gehoben, auf dem es sich befindet; leider sieht man in den Säulen und den Wänden Spuren von den nichts verschonenden türkischen Kugeln. In den Metopen sind nur wenige Basreliefs, und diese nicht gut erhalten; man glaubt, daß sie die Thaten des Theseus vorstellen. Der innere Tempelraum ist ganz mit Mauern umgeben, während im Alterthum nur drei Seiten eingefaßt waren; die vierte Mauer ward errichtet, als dieser herrliche Tempel dem christlichen Gottesdienst gewidmet wurde. Zur Zeit sind alle kirchlichen Geräthe wieder heraus geräumt worden und man hat das Innere mit ausgegrabenen Kunstschätzen ausgefüllt, die aber, des nicht sehr großen Raumes wegen, ohne viel Sorgfalt aufeinander gehäuft sind; doch sieht man immer hier lieber die Götter der alten Mythe, als das Bild unseres Erlösers, welches keineswegs in diese Mauern paßt. Der Haupteingang von der Stadtseite ist jetzt geschlossen. An der Seitenwand, die der Akropolis zugewendet liegt, öffnet sich ebenfalls eine Thüre, an welcher ein griechischer Archäolog die Königin und uns empfing.

Wir konnten nur im Fluge die inneren Kunstschätze an uns vorüber ziehen lassen, die ich erst später, nach sorgfältigerer Betrachtung, erwähnen werde. Von hier aus folgten wir der Königin durch die engen Seitenstraßen von Athen, zwischen die verschiedenartigsten Hindernisse durch, im gestreckten Galopp zu dem Tempel der Winde, einem Octogon aus Quadern, in welchem unter dem Dache die Winde in einem Basrelief dargestellt sind; eine einzige Thüre führt in das Innere desselben, Fenster sind nicht vorhanden. Der Boden, auf welchem dieses Gebäude steht, ist um eine Klafter vertieft, was uns beweist, wie viel vom alten Athen verschüttet ist. Die Ruinen eines Aquaducts führen zu diesem interessanten Tempel, von welchem ich ebenfalls später Gelegenheit haben werde, näher zu sprechen. Von da kamen wir zur sogenannten Laterne des Diogenes, eigentlich dem Monumente des Lysokrates. Es ist ein nicht sehr breites, ungefähr zwei Klaftern hohes Thürmchen, dessen mit schönen aber sehr kleinen Basreliefs versehenes Dach auf vier bis fünf niedlichen Säulen ruht, ehmals aber frei gestanden haben mag. Die Spitze des Daches formt ein bouquetartiger Knopf, aus Delphinen gebildet. In dem neu vermauerten, inneren Säulenraum scheint früher eine Büste oder Statuette gestanden zu haben. Das Ganze ist eine sehr zierliche und feine Arbeit. Von dort ging es zum Areopag und Pnyx; es sind dies massive Felsenparthien, in welchen man noch Stufen bezeichnende Linien eingehauen findet. In diesem Felsen zeigt man den in den Stein gearbeiteten gefängnißartigen Raum, in welchem das Grab des Sokrates gewesen sein soll, welche Angabe jedoch nicht die geringste Wahrscheinlichkeit für sich hat. – Hierauf besahen wir das sogenannte Marktthor, einen Porticus von vier Säulen. Fälschlich hat es seinen Namen von einem großen Stein bekommen, welcher bei demselben aufgestellt ist, und auf den die unter Hadrian gesetzlichen Marktpreise eingehauen sind; dies war aber eine Gewohnheit alter Zeiten, der man bei sehr vielen antiken Thoren begegnet. – Noch berührten wir die Kolonnade und das Thor des Hadrian, die Ueberreste des Tempels des Jupiter, das Grabmal des Philopopus und die Stelle, auf welcher die Gärten des Plato standen. Die Kolonnade des Hadrian besteht aus sechs, vor einer aus Quadersteinen erbauten Mauer stehenden, römischen Säulen, auf welchen Vorsprünge ruhen, die mit der Mauer in Verbindung stehen. Eine siebente Säule steht frei; es scheint, daß die sechs anderen ehemals mit Statuen geziert waren. An der Quadermauer sieht man noch Ueberreste einer christlich-typischen Freskomalerei, da auch hier eine Kirche angeklext war. Vor den Säulen ist eine Mauer gezogen, und in diesem von der Straße abgeschlossenen Raume befinden sich ebenfalls ausgegrabene Alterthümer. Das Thor des Hadrian, in der Nähe des Jupitertempels, ist ein großer breiter Bogen, dem man den römischen Ursprung ansieht, und der einem zweiten von vier Säulen getragenen Thore als Fundament dient. Dieses an sich schöne Kunstwerk wird durch die Pracht und Größe der Säulen des Jupitertempels verdunkelt; ihre Höhe mag 20 Klafter betragen, ihr Umfang entspricht der Höhe und trotz dieser Dimensionen haben sie ein schönes und vollkommenes Ebenmaß; es mögen bei 15 sein; 12 derselben sind in einer nähern Gruppe beisammen, während drei in ziemlicher Entfernung abseits stehen. Die größere Gruppe ist noch durch einzelne große Steine verbunden, sonst ist vom Dache nichts mehr übrig. Auf einem der Säulencapitäle sieht man noch die Reste einer Steinhütte, welche einem fanatisch asketischen Derwische 20 Jahre als Wohnung gedient hat, während welcher Zeit er niemals auf die Erde herabkam, sondern es vorzog, in diesen höhern Regionen einem Storche gleich zu nisten, und sein frugales Mal an einem Seile aufzuziehen. Zu seinen Füßen wurde unterdessen Geschichte gemacht, und nicht wenig mußte sich der alte Herr wundern, als einstens statt seiner Glaubensgenossen siegreiche Rajas erschienen, und er der einzige Diener des Halbmondes in Athen verblieb, die einzige Stimme des Propheten in der Wüste. – Die Ausdehnung des Jupitertempels muß außerordentlich gewesen sein; auch kann man noch die festen Fundamente desselben in weiter Entfernung von den Säulen sehen.

In der Nähe derselben, im Felsen, befindet sich eine Quelle, in welcher sich Calliope, die schöne Muse, gebadet hat; daher führt dieses wildromantische Wasser ihren Namen. Die antike Lieblichkeit des Ortes ist entschwunden und es sind nur mehr die nackten, pittoresk geformten Felsen, zwischen welchen das Wasser rieselt, vorhanden. Das Monument des Philopopus liegt auf einem hohen Hügel, ziemlich entfernt von der Stadt, gegen das Meer zu; es ist eine schirmartige, etwas gegen außen zu gekrümmte Mauer aus Quadersteinen, an deren unterer Seite sich ein sehr beschädigtes Basrelief befindet, den Triumphzug eines römischen Imperators darstellend; über demselben sind Säulen angebracht, zwischen welchen sich arg verstümmelte sitzende Figuren befinden. Die Erhöhung, auf welcher dieser Bau steht, heißt der Musäusberg und ist nach dem griechischen Dichter dieses Namens benannt. Von dem Garten des Plato, auf der entgegengesetzten Seite, sieht man nur mehr den etwas erhobenen Platz, der von einer kleinen Kapelle gekrönt ist. Zwischen Weingärten und der Promenade Athens, einer breiten Allee, mit sehr schmächtigen Bäumen, kamen wir nach Sonnenuntergang zum Palaste zurück, worauf man sich gleich nach einer für die Damen fabelhaft schnellen Toilette versammelte, um das Essen einzunehmen. Das Gesammtministerium und die Hofchargen waren zur Tafel gezogen. Die Königin war so gnädig, mir die hellenischen Staatenlenker selbst vorzustellen. Einige unter diesen Herren hatten einen europäischen Anstrich, und waren sogar im Stande, französisch oder italienisch zu sprechen, was für mich von großer Erleichterung war, da ich es hasse, mich mittels eines Dragomans verständlich zu machen; man ist bei dieser Art der Unterhaltung immer verkauft, und kann nicht wissen, wie sie den Sinn in den Worten der andern Sprache wiedergeben. Doch beim Minister des Innern, dem Vater der schönen Eulalia von Korinth, mußte ich die Hülfe fremder Zungen in Anspruch nehmen. Dieser Herr trägt das gewöhnliche Landeskostüme und ist dem Greisenalter nahe; seine Faust schien mir eher für das Schwert und den Pflug, als für die administrirende Feder geschaffen; doch bei dem ziemlich primitiven Zustande des Landes mag diese Urnatur wohl geeignet sein, für sein Inneres zu sorgen; nur wäre es gut, wenn noch zuweilen das verrostete Palikarenschwert gezogen würde, um das Land von den Räuberbanden zu säubern. Doch wo bliebe dann der letzte Zuflucht der Romantik? Ein Griechenland ohne Räuber wäre eine Schweiz ohne Berge. Auch ist es ganz angenehm, wenn man in die Heimath zurückgekehrt, beim traulichen Theetische erzählen kann, man habe die schauerlichsten Gegenden durchwandernd, an den Felsen das Blut der unglücklichen Schlachtopfer herunter rieseln sehen. So lange es nicht persönliche Bekanntschaft mit diesen Helden der Romantik gemacht hat, ist das Volk der Reisenden egoistisch genug, sich beim Durchwandern der übelberüchtigten Gegenden eines heimlichen und selbstgefälligen Schauers zu erfreuen. Darum lassen wir die Spinnen ihr Netz über das rostige Schwert weben, und danken wir dem Gesammtministerium für die Rettung und zukünftige Erhaltung der Räuberbanden! – Vielleicht gab ja selbst einer der würdigen Männer, die hier bei Tische saßen, den Stoff zu einer Episode der Klephtenpoesie. – Das Diner wurde schnell und elegant servirt, die Zubereitung der Speisen war vortrefflich, und nach dem langen Ritt unser Appetit ebenso. Auf den Wänden des Eßzimmers sind Früchte, Wildpret und Fische in sinnreiche Arabesken verflochten. – Nach dem Essen entließ uns die liebenswürdige Hausfrau, und wir konnten einer erquickenden Ruhe genießen.