Der Gedanke an die Ewigkeit und an das Weltall sei dir stets nahe: verglichen mit dem All wird dir dann alles als ein Körnlein und mit der Ewigkeit verglichen wie ein Handumdrehen erscheinen.
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Jedes Sinnenwesen, das du betrachtest, stelle dir in seiner Auflösung, Verwandlung, gleichsam Verwesung oder Vernichtung vor oder von der Seite, die ihm von der Natur gleichsam als die vergehende bestimmt ist.
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Was sind denn die Esser und Trinker und Schläfer und Erzeuger und was sie sonst machen? was sind sie, die sich aufblähen und so hoch drein schauen, die so zornig sind und so von oben herab urteilen? Vor kurzem — wem haben sie gedient und um welchen Preis? Und wieder eine kleine Weile — wo sind sie dann?
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Nicht bloß, was die Natur dem Menschen schickt, ist ihm zuträglich, sondern es ist ihm auch gerade dann von Nutzen, wann sie´s schickt.
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Der Regen — ein Liebling der Erde; doch auch des blauen Himmels Liebling. Das Weltall liebt zu tun (sagt man nicht: “liebt, zu tun?”) alles, was eben geschehen soll. Ich also sage zu ihm: deine Liebe ist auch meine.
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