Ein schaffer und anschicker hat sein wonung auf der Peunt in dem vordern gemache, als man hin ein geet, vergebens und on zinse, darzu holtz und spen, das ab geet von dem zimmer, ein nottorfft zu prennen in seinem hause.

Wo aber der stat paumeister pruch oder geprechen het an einem schaffer oder anschicker, das soll er einem erbergen ratte furpringen; der hat im dann ab zu sagen und urlaub zu geben wenn ein ratte will etc.

[3a] Darnach zu sant Niclas tag [6 Dec.] soll der stat paumeister zu im vordern und besenden der stat werckleut den maurern und zimmermann und do mit iedem in sünderheit sein abrede haben irer bestellung halben das zukunftig jare. und wiewol sie am ersten und im anfang von einem erbergen rate bestellt und darnach alle jar zu dem newen rate ob der stat amptbuch mit andern werckleuten gehorsam thun, als derselb ir eide im amptbuch folio.... zu erkennen gibt etc. iedoch so sullen sie einem paumeister geloben nach verhorung der hernach geschriben [artickel].

[3b] [Von der stat werckmeister, dem maurrer.]

Nu soll der stat werckmeister, der maurrer, der stat paumeister geloben und sein trew geben an eines aids stat, das er das zukunftig jar ob der stat pewen und arbeit sein, auch der stat nutz und fromen getrewlichen furdern und schaden bewaren wolle, auch die steinmetzen, maurrer gesellen und die taglöner, die unter im sein, darzu halten, das sie zu rechter zeit zu und von der arbeit geen, auch getrewlichen und redlichen arbeitten; und das er selbs auch teglich pei der stat arbeit sei und mit der hant selber arbeit was einem meister zu steet, und der arbeit getrewlichen vor sein, als ob im die arbeit selber zu stunde. er soll sich auch sünst keiner andern arbeit unter winden noch machen, es sei im dann vor von einem erbern rate oder der stat paumeister erlaubt; auch soll er der stat iren zeug getrewlichen bewaren den er unter handen hat, und davon nichtz hinleihen noch geben on wissen und willen eines paumeisters. und ob im seiner gesellen oder taglöhner einer oder mer nit fügsam, gefellig oder eben were, das sol er der stat paumeister zu wissen thun, der hat dann dorein zu sehen, ir einem oder mer dorumb urlaub zu geben. auch soll der meister kein gesellen hinlecken noch kein frembden gesellen nit furdern an der stat arbeit on wissen und willen eines paumeisters, alles ongeverlichen.

Er soll auch alle stein, die von dem [Reuhel perck] zu der stat pewen komen und herein gefurt werden, alle wegen über vierzehen tage selbs eichen in den stab, der darzu geordent ist, und dorob zu sein, das dieselben stein alle eigentlichen gemerckt, abgezelt und geeicht werden, darvon soll im der stat paumeister geben allwegen von hundert guten oder geeichten quatern vier und zweintzig pfenning eich geltz, und also nach anzall einer ieden sum, ir sei vil oder wenig.

Wenn dann also ie uber vierzehen tag oder drei wochen ein eiche wurd, so sol der werckmeister das zwen oder drei tag allewegen vor zu wissen thun der stat paumeister auf das, das ein paumeister dester mer geltz darauf wisse ein zu nemen auß der losung stuben, darmit man die steinprecher [4a] außgerichten und die stein bezallen muge.

So soll im der stat paumeister geben alle wochen, es sei veiertag oder werckentag, für sein lone und padgelt fünf pfunt alt etc.