Mer soll im der stat paumeister geben alle jare zehen pfunt novi zu vorauß für ein trinckgelt und erung, des gib ich im alle goltvasten zehen pfunt alt.
Auch soll im der stat paumeister geben alle jar zu sant Michels tag [29 Sept.] ein stoß holtz oder sechtzehen pfunt alt, auf das, das er sich sunst keinerlei holtz an nemen soll weder von bockstallen, rustholtz oder anderm altem holtz.
Nu hat man ettwan einem stat werckmeister dem mauerrer geben ein herberck, dorinnen einer vergebens gesessen ist, nemlich in dem nechsten turn underhalb Tiergartner thor gegen dem wasser herab, als dann meister Hanns Rupprecht maurrer, ietzunt statmeister, des er noch in anvorderung ist, wann man im den thurn genomen und sunst umb zins verlihen hat.
In einem erbergen rate wart erteilt und verlassen im sibenundsechtzigsten jar am montag vor Pangracy [11 Mai], das ich Endres Tucher [4b] meister Hannsen Ruprecht hinfur alle jar geben solt zu vorauß zehen pfunt novi; des gib ich im alle kottember zehen pfunt alt wie oben steet. und von der anforderung wegen die er gehabt hat eines thurns und herberg halben, so im Steffan Schuler seliger versprochen hat, und von pesserung wegen seines lones auch von einer erung und trinckgeltz wegen der pew halben, die er einem erbergen rate und gemeiner stat getan hat etc. ist erteilt, das ich im fur alle dink geben soll viertzig pfunt novi, die ich im dann alspald par geben hab. waren burgermeistere Karel Holtzschuer, Endres Gewder etc.
Wenn aber ein werckmeister ein ler jungen an der stat arbeit lernen und anpringen wolt stein zu hawen, das zu der stat paumeister steen soll zu erlauben; doch soll man im uber ein ler jungen nit erlauben, dann die andern steinmetzen versaumen sich mit im, die weil einer einem etwaß weist so het er selber mer nutz geschaft. wo im dann ein paumeister des vergunt, so soll derselb ler jung geloben der stat paumeister und der stat werckmeister dreu jar, die nechsten, pei und an der stat arbeit zu beleiben. dorumb soll im ein paumeister das erst jare geben zu taglon allwegen acht pfenning minder dann einem steinmetzen und alle wochen, wenn er arbeit, zwen pfenning padgeltz und von einem, zwen oder drei tage ein pfenning padgeltz, und furbas nach außgang des ersten jars ganzen lone als andern steinmetzen, es were dann, das sich einer im jare also pessert, oder das er als gar grob und ungelirnig wer, so het ein paumeister darein zu sehen im den lon zu pessern oder nit. wo aber einer bruchig wurde, es wer ein ler jung oder der gelubden gesellen einer, und vor der zeit hinloff, so soll im der meister nachfragen, und wo er in erfüre das einem paumeister zu wissen thun, und nach des paumeisters rate dem nachschreiben, darmit ein sulcher vertriben wurde und darfur gehalten als er ist.
Nu uber das alles so hat ein erberg rate einem werckmeister und stat maurrer ab zu sagen und urlaub zu geben, wenn ein rate will etc.
[5a] [Von] der stat werckmeister, dem zimmerman.
Der stat werckmeister, der zimmermann, soll der stat paumeister geloben und sein trew geben an eines aids stat, das er das zukunftig jar ob der stat pewen und arbeit sein und der stat nutz und fromen getrewlichen furdern und schaden bewaren wolle, auch die zimmergesellen die unter im sein darzu halten, das sie zu rechter zeit zu und von der arbeit geen, auch getrewlichen und redlichen arbeitten. er soll auch selbs teglich pei der stat arbeit sein und mit der hant selber arbeitten was einem werckmeister zusteet, und der arbeit getvewlichen vor sein in mossen, als ob sie im selber zustund. er soll sich auch sunst keiner andern arbeit unterwinden noch machen, es sei im dann vor von einem erbern ratte oder der stat paumeister erlaubt. auch so soll er der stat iren zeug getrewlichen bewaren, den er unter handen hat, und darvon nichtz hinleihen noch geben on wissen und willen eines paumeisters. und ob im seiner gesellen einer oder mer nit gefolgig, fugsam oder eben wern, so soll er das einem paumeister zu wissen thun, der hat dann darein zu sehen, ir einem oder mer darumb urlaub zu geben. auch soll der meister kein frembden gesellen nit furdern an der stat arbeit on wissen und willen eines paumeisters, alles ongeverlichen.
Er soll auch das holtz, das der stat walthawher zu der stat pewen und nottorft herein antwort, mitsampt dem schaffer abzelen als oft das nöt ist, und sunderlichen alle goltvasten, wenn der stat paumeister mit dem walthawer rechen will, so soll der werckmeister darob sein, das der stat walthawer ein iedes holtz von leng und groß volliglichen hawen und pringen; weren aber soliche holtzer nit vollig an leng und groß, das solt er einem paumeister zu wissen thun, und welchs holtz dann kein bestimbt noch gesetzt gelt het das soll der werckmeister schatzen und darob sein, das der stat in gleichem gelt von dem walthawher werde.
So hat der stat walthawher piß her allewegen zu ieder rechnung dem Dubinger von dem rechen und trinckgelt, das im der stat paumeister gibt, sechtzig pfenning geben von freiem willen, das [5b] aber der walthawher nit mer [thut] und dem meister Ekarius nichtz mer gibt ietzunt.