Es sol im der stat paumeister geben alle wochen, es sei veiertag oder wercktag, für sein lone und padgelt funf pfunt alt.

Und er hat sein herberck und wonung zu vorauß auf der Peunt zins frei, darzu hat er holtz und spen, das abgeet von dem zimmer, was er der zu seiner nottorft im haus ongeverlichen verprennt oder bedarfe. sider er auf die Peunt komen ist hat im der Coler als ein paumeister der spen begunt, des ich im dann auch nit abgeslagen hab; aber die weil er im marstall saß, must er sein holtz selber haben.

Auch gibt man dem meister Hannsen dem Dubinger, ietzunt statmeister, alle jare auß der losung stuben zweintzig gulden rheinisch zu vorauß.

Im sechsundsechtzigsten jare bestellt herr Hanns Coler und ich Endres Tucher nach abgang meister Hannsen Dubinger seligen von befelhnus eines erbergen ratz meister Ekarius zehen jare lang zu der stat zimmermeister und versprachen im zweintzig pfunt novi alle jare zu vorauß; des gib ich im alle cottember zweintzig pfunt alt.

[6a] Nu uber das alles so hat ein erberger ratte einem werckmeister und stat zimmermann ab zu sagen und urlaub zu geben, wenn ein rate will.

Ob nu der stat meister ein ler gesellen haben wolt, des hat man biß her dem zimmermeister nit günnen wollen, doch wo im der stat paumeister eines vergönnen wolt, solt man im uber ein nit vergönnen, und dem das erst halb jare sechs pfenning minner zu taglon geben dann der andern zimmergesellen einem, und hinfur, darnach sich einer pessert oder an neme, so mocht im ein stat paumeister den lone pessern etc. auch soll ein solicher im anfang geloben die nechsten dreu jare an der stat arbeit zu bleiben.

Denn nach solcher bestellung der stat werckmeister und schaffers soll der stat paumeister mit denselben meistern und schaffer rettig werden und für augen nemen die steinmetzen maurrer und zimmergesellen, die das vergangen jar an der stat arbeit gewesen sein, welche gesellen er nun hinfür bei der stat arbeit behalten oder urlauben woll, oder was er von newen gesellen das künftig jar zu der stat arbeit also prauchen woll.

Wer denn sach, das der stat paumeister mer steinmetzen oder zimmergesellen an der geurlaubten oder abgangen stat oder zu den alten nötturftig wurde, so sollen die werckmeister und der schaffer fragen unter den gesellen allenthalben nach redlichen gesellen und vorauß wo man die, die burger hie weren, gehaben mocht, sollen sie einem paumeister furhaben und zu pringen von anderen.

[6b] Zu sant Niclas tag [6 Dec.] oder den nechsten suntag vor oder nach ongeverlichen, wenn es der stat paumeister fugsam oder eben ist, so soll er fur sich vorderen und besenden durch sein schaffer solich steinmetzen maurrer und zimmergesellen, die er das kunftig jar zu der stat arbeit prauchen will, und inen dann in beiwesen der beder werckmeister und des schaffers das buch und die hernach geschriben artickel lesen, ir iedweder teil sovil und sie das berurt und antreffend ist; und wie wol sie gemeinlich zu dem newen ratt ob der stat amptbuch mit andern gesellen gehorsam thun, iedoch sullen sie der stat paumeister und der stat werckmeister geloben als hernach steet.