Zu zeitten wo herschaft hie were oder von burgern iemant were, die stechen oder rennen wolten und die pann mit mist wolten bestrewet haben, das soll der new spital thun; und das bestellt der leb und geet der stat paumeister nit an.
Wo man aber die pann mit sant bestrewet wolt haben, oder schrancken do aufgericht wolt haben, wenn dann der stat paumeister das von einem erbergen rat oder burgermeister geheissen wirt, so soll er das bestellen mit der stat pflasterern, [taglönern], und den ettlich zimmergesellen zugeben. solich schrancken und stuck ligen im zwinger vor dem Frawenthore als man hinauß geet [170b] auf die rechten hant unter einer hütten.
Mit dem sant die pane zu schütten soll der stat paumeister senden den schutmeister und mit im einen pütel zu allen kernern, die teglich hie auf dem pflaster faren, und soll den lassen gepietten und ine ein zeitte setzen, wenn und wo hin sie komen süllen mit iren kern und pferden; und welicher kein schutkaren hat, dem sol man einen von der stat wegen leihen. und wo es als nöttig were, sollt er stat paumeister sust wagenpfert auch aufmietten und den leihen wegen und kerrn, und die tagloner alle darzu schicken, darmit man sie fürderlich lüdt mit sant. solichen kernern hab ich ie auf ein pfert geben einen tag achtundzweintzig pfenning, wo sie einen gantzen tag gefaren sein. denselben sant hab ich ie lassen nemen auf der plossen in der Begnitz zwischen den zweien stegen, als man von der Schüt hinüber geen will gegen dem Schießgraben. ich hab die pan mit viertzehen pferden in funf stunden, nachdem die herren das so eilentz haben wolten und spot sagten, schutten lassen, und gab ir einem [neuntzehen] pfenning mit einem pferde, die auch furen in dem sibenundsechtzigsten jare zu sant Margarethen tag [13 Juli] etc. einer zweren hent dick mit sant und pei vierundzweintzig schuen weit überzwerch.
So soll der stat paumeister allewege der fursten marschalck oder hoffmeister, wo die hie weren, oder ander, die der ding zu thun haben, rennen oder stechen wollen etc. fragen, wie weitte sie die pann verschranckt oder geschut wollen haben.
Darnach soll der stat paumeister den Marckt mit dem sant wider auf hauffen slahen und außfuren lassen, das geet den spital nichtz an.
[171a] Bestellen soll der stat paumeister mit den zollnern unter den thorn, das sie niemant keinen mist lassen strewen in die vorwerck, wann man slecht den auf auf hauffen und lest dann dieselben hauffen lang oft ligen, und die hauffen [irren] dann am riett auß und ein zu füren. auch lest man zu zeitten pei nacht leut auß und ein, die über solich hauffen fallen; darzu ist es ein unlust, wo die vorwercke nit sauber gehalten werden. wo aber iemant einstrewet mit gewalt, als man vill dretziger leut vindet, so soll der paumeister den spital lassen den mist hinfuren, oder aber den in den statgraben werfen, und den domit zu tüngen; das kompt den fündelkindern zu nutz.
Ein stat paumeister soll die vorwerck und sunderlichen unter den thoren allenthalben, unter den inneren und eusseren thoren, auch auf denselben prucken, wenn sein not ist, raumen und schoren und außfüren lassen, dann des sere not thut, wann die thorsperrer das sere anten, wenn es so tieff unter den thorn ist, wiewol die zolner unter iedem thore ir ieder ein hawen, ein schauffel und ein kratzen hat, die der stat sein, damit sie die thore und prucken zu zeitten raumen und schoren solten, das sie aber selten thun und lieber ir arbeit warten.
In acht soll haben der stat paumeister, das man kein misthauffen inwendig der stat so nohent füre oder unter die thore aufslach, der geirren mocht an dem [reidden], auß und ein zu faren, als dann vill geschicht; wo er des gewar wirt, das er dann das dem pfenter oder leben sagt, das sie bestellen darzu [zu] raumen oder die spitalwegen darzu zu stellen. dieselben wegen im spital zu zeitten auch laß in solchen dingen sein und verdienen inen nit gern undanck; so soll der stat paumeister den mist selber in graben lassen werfen, als ich dann oft getan habe.
[171b] Zu zeitten soll der stat paumeister raumen lassen das pötzech und erden, das durch die eusseren prucken in die greben fellt, wo er nit darzu leut hat, die des in gerten oder zu paumen sust begeren selber auß zu füren, als des dann herr Niclas Muffel vill hatt lassen auß furen etc. so soll der stat paumeister das selber lassen in dem statgraben und den graben darmit, so er dünst mag, überziehen und den darmit zu tüngen; doch das solichs geschee in einem herbst oder vor mitvasten.
Auch das grass und die weide in den statgreben allenthalben umb die stat die niessen die zwei [fündelheuser] mit irem viech und lassen das auch an ettlichen enden mehen, außgenomen vor dem Frawenthore piß hinab an das wasser gegen dem weier im graben hinter sant Katherein, darinnen die hirschen sein; desselben graben geneust der Gürtler eins teils nach altem herkomen. wenn sie dann also darinnen mehen oder dorein treiben wollen, so lest in der stat paumeister den Gürtler aufsperren.