So soll ein paumeister mit dem pfenter und leben bestellen, das man kein kremer auf der langen verdeckten prucken loß kreme auf machen, sunder das die pruck frei gehalten werd; und in sunderheit des winters das man kein kolln noch fewer in scherben oder hefen den kremern darauf gestat noch verhenge, darmit der pruck nit schaden geschee, wann sie auf ein zeit ist prinnet worden solcher ding halben.
[174b] Man hat voren am rathaus neben der Slusselfelderin krome dreu eissen in die maur gemacht: das ein eissen ist die leng von der ellen der stat hie, das ander und das lenger under den dreien eissen ist auch die leng eins quaders, das dritt ist die größ noch der prait und nach der leng eins gewelb zigelsteins.
Bestellen soll auch ein paumeister mit den pflasterern, das man auf sambstag nach dem heiligtumb den Vischmarckt außzwick mit klein tachschermen oder zwickstein und mit sant außfüll und beschütt, wann die vischer die gantze vasten das pflaster gar sere außspüllen mit iren vischen zu verkauffen, das dann vast wert nach ostern piß zu dem heiligthum ungeverlich. und des gleichen sullen die pflasterer umb den schön prunnen auch außzwicken auf die zeit, wo sein nott ist.
[175a] Es hat auch der Sebolt Kreß auf des kunigs vesten ein hawen, ein schauffel und radwer, das der stat ist; das soll im ein paumeister alleweg bestellen zu geben, darmit er das sloß dester sauber gehalten und fegen müg lassen summer und winterzeit.
Auch soll der stat paumeister in gutter acht und sein vleissigs aufsehen haben allenthalben in der stat, das niemantz der gemein nichtz einfach mer dann eins ieden gerechtigkeit ist, auch kein überschuß von newen gepewen herauß mach noch pawe auf die gemein, sunder wo alt geng oder überschuß sein, die will ein erber ratt nit mer gestatten noch verhengen, die wider zu machen anders, dann das ein ieder von grunt pleigerecht auf faren soll. und sunderlich kein stuben noch gemach auf der erden und der gemein soll niemant herauß laden noch schiessen; aber in dem anderen gaden hat ein erber ratt das zugeben, von holtz ein fensterwerck umb ein halben schuch ungeverlichen herauß geladen. aber gegen der Begnitz die geng und den irhern an der Irhergassen ire geng vor iren heusern hat man pisher nit gewert. wie woll nun das und anders den steinmetzen und maurrern, meister und gesellen, verpotten ist, iedem nach seinem statten, iedoch wirt des vill überfaren, darumb einem paumeister auch not thut, darauf sein aufsehen zu haben, und wo er solichs gewar wirt, das an einen erberen ratt [zu] prengen, das die jenen, die solichs überfaren hetten, darumb zu rede gehalten werden vor einem ratt. wo man dann gegen der stroß und eckheusern zu den grunten raumen will, so sullen die meister, es seien maurrer oder zimmerman, das nit abprechen, sie haben dann vor der stat paumeister darob gehabt, der dann das abmessen und eigentlichen verzolln soll, also das das new wider gesetzt und gestellt werd an des alten statt. darnach soll der stat paumeister wider darzu komen und das messen lassen. nachdem als er das vorgenomen hat, und wo das dann weitter füre das zill gemacht were worden, dann ein paumeister verzollt hett, das soll ein paumeister einem rat furprengen.
[175b] So sein sust in der stat hie pei zweintzig gemeiner pauleut, die werden gepetten von den herren, die alle jar die amptleut ob der stat buch fertigen. dieselben pauleut nimpt man zu pewen, wo zwen ein maur mit einander machen wollen oder von fenster, trupfen und heimlicher gemach wegen, darumb sich oft nachtparen zutragen und an einander rechtvertigen; so weist man soliche ding dann an dieselben pauleut. dieselben ding die ruren oder gen der stat paumeister nit an, dann was auf die gemein nit geet, do hat ein paumeister nit ein zu reden. aber on wissen und willen eines erbergen ratz soll der stat paumeister niemant nichtz vergunnen von gepewen auf der gemein etc. dorein muß sich ein paumeister selber richten nach dem pesten, dann gar mancherlai einen paumeister anlanget.
Item die vier scharwechter, der zwen in ieder pfarr alle nacht, einer vor, der ander nach mitternacht, an der eussern statmeur geen [von einem wasser an das ander] alle stunt, mit den soll der stat paumeister bestellen, wo sie sehen, das iemant also pei der statmeur ettwaß alts ab oder aufprech oder aufrichten wolt ettwas newes von gepeud, das sie das dann zu stunt an der stat paumeister zu wissen thun. so soll dann der stat paumeister darzu sehen oder darzu schicken, ob man do weich oder ligen loß so vill, als der stat gesetz außweist, nemlichen achtzehen statschuch von der statmeur dick soll iederman weichen hinter der statmeur, und vor der stat gegen dem statgraben sechsunddreissig statschu. darmit begert doch ein ratt, niemant zu nötten ab zu prechen anders dann wo ein haus, tüll oder anders alters halben nit lenger steen mag, oder das man das sust vernewen wolt, so soll der stat paumeister das in acht haben und des nit gestatten zu pawen, es pleib dann achtzehen statschu zwischen der statmeur und solichen newen gepeud ligend. und wie woll es allen zimmermeistern und maurern verpotten ist, [on eines stat paumeisters wissen] nichtz gegen der statmeur zu vernewen noch machen etc. so geschicht es dennoch zu zeitten; darumb soll das ein paumeister in guter acht [haben].