Item Hanns Kellner und Katherein sein eliche hausfraw haben bekennt Endres Tucher, die zeit der stat zu Nuremberg paumeister, als von solichs pawes und überschuß wegen, so sie an der ram oben an irem haus auf dem Newenpaw an der seitten gegen dem Hyserlein gemacht hetten, das in also von gunst und keines rechten wegen von einem erbergen rat vergunt und erlaubt worden were mit der beschaidenheit, das sie das kunftiglichen von grunt auf nit einziehen, einfohen noch anders machen sullen; auch wo das also in kunftigen zeitten auch einem ratt nit fugsam oder [er das] lenger also gedulden oder haben wolt, so sullen sie das wider abprechen und abthun etc. actum sexta feria post Urbani [28 Mai] anno etc. im zwai und sechtzigsten jare.

Auch so hat das gemein hantwerck der ferber und vorauß die, die ram haben in dem alten statgraben vor den kornheusern von irer tuch wegen, so sie machen und an dieselben ram anslahen, mit gunst eines erbern ratz ein heuslein und abseitten pawen und machen lassen in denselben alten statgraben pei den zwelf prudern, darinnen sie, das hantwerck, [einen] gesellen siczen haben, der in derselben irer tuch wart. das selb heuslein verlossen sie und setzen dorein wer in fugsam ist, und darmit hat der stat paumeister nichtz zu thun.

So hat ein erberger ratte hie vergunt meister Ludwig, rechenmeister, den überschuß in dem andern gaden an seinem haus pei den Newenthore gegen der statmeur hinumb voren pei dreien schuen, die hinder außschiessen, als es ietzunt gepawet ist. darfur gab er der stat drei gulden reinisch; geschach in dem dreu und sechtzigsten jare zu sant Endres tag [30 Nov.]

[177a] So gab ein erberger ratt dem Jeremias Holtschuer zu, als er sein haus hinter sant Gilgen pawen wolt und ettliche kleine alte heuser, die do stunden, abprach, der eins fur das ander ging in der gassen gegen der alten statmeur und vorn am eck gegen dem platz, als verr er im dann dieselben zeit furnam abzuprechen, das dann Heinrich [Meychsner] und ich von ratz wegen sahen und im an denselben winckellen der gemein namen und gaben, darmit er das new in ein schnure pracht, alsdann ein erber rat uns das befalhe und auf uns setzt; darnach er dann also gepawet hat und kein gelt geben dorft der stat. darnach nam er fur, weitter ettliche heuser vorn gegen dem platz abzuprechen, und die auch zu seinem haus zu pawen und grunt herauf zu furen. darinnen übersach sein meister oder er, das es voren nit in ein schnur kam; das was ir schult. wo er des begert [het, het] ein erberger ratt im des auch nit versagt an dem ent, dann es kein schaden do pracht hett, wiewoll er darnach dem Meyßner und mir die schult gabe, wir wolten im des nit nochgeben. wie woll wir des von ratz wegen macht gehabt hetten, so begert er des nie an uns, dann er die zeit nit in willen was, dieselben heuser, die dann gut waren ab zu prechen; also ist die schult sein, des Jeremias Holtschuhers und sust niemantz.

Mer vergunt ein erberger ratt dem Sebolt Grolant an des Peter Hallers seligen haus, das er new wolt pawen, vorn gegen dem Bertholt Pfintzings haus am eck anderhalb schu prait, die hin hinter außsturben und außgingen in viertzig schuen nach der leng, darmit er sein haus in ein winckelmeß procht. darfur gab er der stat zwen guldein reinisch; das geschach im vierundsechtzigsten jar zu sant Kloss tag [6 Dec.].

Ein erber rat hie vergunt dem jungen Frölein an seinem haus auf dem Newenpawe, das er pawet hatt, vorn mit dem newen haus an der ein seitten pei anderhalben schuen herauß zu füren den andern heusern gleich, die vor do steen zwischen dem fündelhaus und im. darfur gab er der stat zwen guldein reinisch; das geschach im funf und [177b] sechtzigsten jare zu sant Anthony tag [17 Jan.].

Und mer vergunt ein erber ratt dem Crafft Höfer, irher an der Irhergassen, ein schrem ein zu fahen auch vorn an der ein seitten, das sein haus herfur gesetzt wart dem andern haus gleich; das was pei zweien schuen, das das alt haus hin hinder stunt an dem ein ort. darfur gab er zwen guldein reinisch; das geschach im funf und sechtzigsten jare.

Auch vergunt ein erberger ratt herren Hannsen, pfruntner zu sant Laurentzen, auch mit einem ort an seinem haus, das er pawet am ecke im Nunnengeßlein hinter sant Laurentzen, herauß zu faren dem andern haus gleich; was pei anderhalben schuen. darfur gab er zwen guldein reinisch; das geschach im sechsundsechtzigsten jare zu sant Endres tag [30 Nov.].

In dem sechs und sechtzigsten jar zu sant Jacobs tag [25 Juli] vergunt ein erberger ratte dem Anthony Küffler, gerichtzschreiber, an seinem haus auf dem Newenpawe gegen dem graben in sein garten ein klein ort einzufahen; darfur gab er ein guldein reinisch.

Dem Pregler am Weinmarckt hat ein erberger ratt vergunt, auß seinem haus ein schreibstublein vorn an die gassen herauß zu machen, doch das das fur das eck und des Heugels haus do neben nit gee.