So hat der leb dorpei ein sweinstall steen, der von holtz zusamen geslossen und mit zigeln gedeckt ist, dorein er die swein spert, die er auf der gassen vindet. denselben stall soll ein paumeister pessern und in wesen halten.
[181b] Pei der spitalpruck das narnheuslein gegen dem Karl Holtschuer uber, das hat ein ratt machen lassen und nit der new spital; was aber armer leut dorein gelegt werden, den gibt man von dem newen spital die kost.
Item die stat hat ein vischgruben pei sant Katherein under der müll doselbst an der Begnitz, die hat der Knopf, der stat vischer, zu gewalt. der vischer sitzt auch dopei auf dem thore hinden am marstall pei sant Katherein. dieselben vischgruben soll der stat paumeister auch in acht haben und die pessern und machen lassen im wasser und darob, wo sein not ist. die ist gantz vernewet und wider gemacht, wie sie vor was, in dem sibentzigsten jar zu sant Bartholomeus tag [24 Aug.]
Ludwig Pfintzing, als ietzunt der stat weiermeister hat sein eigen seegen und zeinnachen, auch wasser stifel, das alles er pessern und machen lest und geet der stat paumeister nit an. woll hab ich [ime] zu zeitten von der Peunt ein par wasserstieffel oder zwei gelihen an einer nott.
Und so sein ettliche heuser in der Judengassen, nemlich das steinnen eckhaus neben irrer schull gegen dem pat mit der sunnen und darzu ein grosser hoff und ein alts hochs hültzeins haus hinden an dem vorgeschriben steinhaus, die vor zeitten der Rappen, juden, gewest sein, und die gemein judischeit einem erbergen ratt jerlich ein zins darauß geben und ine ein erberger rat vergunt die zu prauchen. doran hab ich auf ein zeit, nemlich im einundsechtzigsten jare umb sant Jacobs tag [25 Juli] von befelhnus eins erbergen ratz ein gibel hinden am vörder steinhaus abprechen lassen und ein tachwerk von newem darauf machen lassen und inwendig ein abseitten, als new.
[182a] So ist in der stat buch am hundert und dreuundneuntzigsten platt ein prief eingeschriben über der Rapen haus die [reichen] antreffent, dardurch das wasser doselbst fleust, das ein erberger rat vergunt und zugeben hatt den Rapen, die reichen eins teils zu verpawen, und doch ein weitten unter demselben gepewe ettlicher schu weit unverpaut soll pleiben zu dem wasserfluß. denselben prieff villeicht die Rapen haben.
Die Hadermüll und klingenschmitheuser und hutten mitsampt dem herrenhaus vor dem Frawenthore ist alles eins erbergen ratz und gemeiner stat hie, und was doran gepruchs ist ob dem wasser, [und] soll der stat paumeister machen, als ich dann den klingenschmiden im vierundsechtzigsten jare zwei newe wonheuser und ein tach hab machen lassen. und wie man denselben klingenschmiden und auch dem Grolant die schmeltzhutten gelassen hat sein außgeschnitten zettel vorhanden, die Merthein Holtschuer als ein zinsmeister der stat innen hat, die dann hernach geschriben steen.
Zu wissen, das Erhart, klingenschmit, Ditz Lobenschrott, Jacob Wenig, Thoman Heydinger, Niclass [Schwingscherlein], Heintz Klingennagel und Ulrich [Praumawer] haben bestanden umb die Stromerin das unter hemmerlein zu der Hadermüll von Michaelis schirst komende sechs jar nechst darnach volgende ie ein jar umb achtundzweintzig guldein reinisch nach anzall zu ieder quattemper zu bezallen, und sullen mit der ersten zallung zu Lucie schirst antretten und die einem ratt zu Nuremberg thun, desgleichen mit den andern zallungen. und was an der müll im wasser zu pawen gepuret, das soll ein ratt pawen, was aber ob dem wasser zum müllwerck gehorend zu pawen nottorft sein wurd, das sullen sie selbs pawen. und so sie abziehen, so mugen sie das rat, nagel, zapfen, ring, hamer, gerust in der hütt und klein hütlein im haus, ess und palg mit ine nemen. und haben darauf, wie vor gemelt, die zins zu geben gelobt etc. Actum am suntag nach [182b] Elisabeth [20 Nov.] anno etc. im dreuundsechtzigsten jare.
Es ist zu wissen, das Seitz Volckart, Linhart Newburger, Wolffgang Steinberger und Hanns Volkart haben bestanden umb die Stromerin das öber hemmerlein zu der Hadermüll von Lucie schirst komende siben jare darnach volgent ie ein jar umb sechsundzweintzig guldein reinisch nach anzall nach ieder quatemper zu bezallen, und sullen die ietzigen zins zu Lucie nechst, desgleichen die andern zins darnach einem rat zu Nuremberg zu antworten. und was an der müll im wasser zu pawen gepüret, soll ein rat pawen, was aber ob dem wasser zum [mülberg] gehorent zu pawen nottorft sein wirdet, sullen sie selbs pawen; und haben darauf, wie vorgemelt, die zins zu geben gelobt. Actum am suntag nach Elisabeth [20 Nov.] anno etc. im dreuundsechtzigsten jare.