Auch gibt Sebolt Grolant der Stromerin funftzig guldein reinisch halb Walpurgis und halb Michaelis, die nu einem rat zu gehoren, und soll den ersten zins auf Walpurgis schirst geben und soll die müll haben von dem ietzgemelten sant Walpurgen tag dreu jare nach inhalt sein und der Stromerin verschreibung, die in der losungstuben ist pei anderen verschreibungen und brieffen die müll an rurende.
Item in dem sechsundsechtzigsten jare am neunten tag des brachmands verhiessen der meister zwen von der andern aller wegen vor Merthein Holzschuer und mir auf dem haus, nemlich Hanns Volkart, Linhart Newburger, das sie weder ring, zapfen, nagel noch anders abprechen wollen, wenn sie abziehen wolten. auf das hab ich in zu gesagt ein newen wellpaum, den sie eingelegt haben, [183a] zu zallen.
Von der Hadermüll wegen soll man machen lassen das prucklein, das über das klein Begnitzlein geet pei der Snödin weierhaus, und was das also kost zu machen das soll der mullner hinter sant Katherein in der stat halbs zallen. das soll ein paumeister in acht haben, die weil die Hadermüll in der stat handen ist. der Linthner hat mir auf ein zeit sein anzall davon geben.
Item die pruck, die zu der Hadermüll ist, daruber die klingensmide faren und geen, die soll die Hadermüll machen lassen oder wer die Hadermüll innen hat.
So ist ein smeltzhütt vor dem Frawenthore am walde, darinnen die fleischhacker ir sweinen smaltz und unslit außlassen. die ist des Schönpeters des fleischhackers erbe, der gibt der stat zinsmeister alle jare darvon vier guldein werung. die muß er selber in wesen halten, damit hat der stat paumeister nit zu thun und ist nichtz schuldig doran zu machen.
Mer so ist doselbst hinauß vor der stat am walde ein heuslein, dorpei und darinnen der stat hirt, der pei dem eusern Frawenthore sitzet, sein fiech abzeucht und das fleich darinnen aufhenckt und auch smeltzt darinnen nach seiner nottorft. dasselb heuslein soll im ein stat paumeister machen und pessern lassen, wes not doran ist ungeverlich; aber sein kessel und andern sein zeug soll der hirt selber haben, darmit hat der stat paumeister nit zu thun.
[183b] Desgleichen des huntslahers wonnhaus und sein werckhaüslein, das bei dem gericht steet, soll der stat paumeister auch machen und pessern lassen, wes doran nott ist.
Bewaren soll der stat paumeister und in guter acht haben das dam, das do ist vor der teutschen herren wisen an der Begnitz oberthalb der Weidenmüll jenset des wassers, also das die Begnitz das dam nit hinwasch oder durchfreß oder überfall, dardurch den teutschen herren schaden gescheen müge. doch steet das der stat nit mer zu bewaren, dan als ver oder weit ist von der alten prucken, die ettwan oberthalb der müll uber die Begnitz doselbst gangen ist. von derselben prucken herauf gegen der stat und gegen dem wasser, alsverr das doran stempt oder stemmen mag, soll es die stat bewaren, was aber underhalb derselben prucken gegen der Lomüll und furpaß hinab an dem wasser an demselben dam schadens geschee, das geet die stat nit an; als dann das wasser in kurtz vergangnen jaren oberthalb der Lomüll über das dam lieff und durch prach, des die teutschen herren dann dieselben zeit kein widerrede hetten und liessen das selber machen und auf ir kost die wisen raumen.