Wenn denn die werckleut und arbeitter gemeinlichen hie gehorsam thun ob der stat amptbuch, das do gewonlichen ist pei viertzehen tagen nach des wirdigen heiligtumbs weisung tag, so soll der stat paumeister auch als pald gegenwertig sein, dann in die herren ob dem amptbuch alleweg darzu verpotten. und ob der stat paumeister dann icht gepruchs hett an ettlichen meistern oder gesellen oder in allen, das soll er den herren ob dem puch zu erkennen geben, dieselben dann unter anderm woll wissen mit in zu reden, [dardurch solch] geprechen gewent werden etc. auch so sagen die herren ob dem buch den meistern allen, welcher derselben meister do gegenwertig sein gesellen nit alle do gegenwertig het, das die der stat gesetz und ordenung auch horen und [mit andern] geluben, das dann derselben meister keiner derselben gesellen nit mer fürdern soll, er hab in denn vor zu der stat paumeister gefurt und [einschreiben] und die hernach geschriben der stat gesetz horen lassen.
[184b] Von der steinmetzen, zimmerleut, maurrer, decker etc. und irer gesellen gesetze und ordenung in dem stattpuche.
Als in vergangen jaren der stat gesetze und ordenung der werckleut, nemlichen steinmetzen, zimmerleute, maurrer, decker, tüncher, claiber und ander an meistern und gesellen verruckt und ungleich gehalten und ine aber nach dem vergangen und sweren krieg ettliche lüftung bescheen sind von mercklicher ursach wegen der abgangen pewen, darauß vill irrsale und unrats zwischen ine erwachsen, dardurch die leute an iren pewen mercklich beswert worden sint: solchs alles zu verkomen haben unser herren vom ratte zu gemeinem nutze ein ordenung gesetzt und gemacht, wie, welcher massen und man es mit den obgemelten arbeittern halten soll, alsdann von stucken zu stucken hernach geschriben steet. dieselben ordenung, auch die meister der vorgenanten hantwerck alle jare zum newen rate, so vill der auf den aide steen, schweren und die knecht dieselben gesetze, was der auf den aide steen, geloben sullen stette zu halten, und die andern stucke alle, die uff gelt zu puß gesetzt sint, auch getreulichen halten sullen bei vermeidung derselben puß; doch alles auf eines ratz wider ruffen.
[185a] Diese hernachgeschriben artickel sullent die meister sweren.
Zum ersten, das sie einem ieglichen, dem sie wurcken, sein werck und sein gezeug getrewlichen bewaren, so beste sie mugen on geverde.
Es soll auch kein meister, er sei steinmetz, zimmerman, maurrer, decker, tüncher oder claiber von seinem untertan, der sein helfer ist, nit nemen keinerlai schenkung, gelt oder anders, und ine auch nit unterweisen, von keinem pauherren mer zu vordern noch zu nemen, denne den nachgesetzten lone.
Es soll auch keiner kein meister lone nemen, er sei dann vor bestettigt zu einem meister mit der burger wort; wer das bricht, der gibt ie von einem tag sechtzig haller, und darzu soll er ein jare von der stat sein. und das sollen die meister alle dem pfenter rügen bei iren aiden, ob es iemant breche.
Auch sollen alle steinmetzen und zimmerleut bei iren aiden niemant kein [pawe] thun gegen der strassen noch in der Begnitz noch auch in der stat pei der stat meur und ausserhalb der stat bei der stat greben, es haben dann vor zum minsten zwen der stat pauleut und auch der stat paumeister beschaut und außgemessen; sunder wa sie in der stat bei der stat maur furpaß einicherlai paw thun, das sie dann bei iren aiden alleweg achtzehen schuch von der statt gräben weichen und ligen lassen sullen. und welcher im fur das zille, das die pauleut geben hetten und obgeschriben steet, pawen ließ, der must der stat funf pfunt haller zu geben on gnade, und dennocht solt man den pawe wider abprechen.
[185b] Und darzu wolt ein ratt den oder dieselben gesellen, die solchen pawe also gethan hetten, in pranger stellen ein halbe ore und ein jare von der stat weisen, und es mocht ir einer also ferlichen handeln, in wolt ein rat darzu straffen an leib und an gut, nachdem und sie zu ratt werden.