[70a] Von fackelen.

Der stat paumeister soll alleweg ein hundert oder dreuhundert fackelen vor handen haben die gut sein, und wie woll der vill auf der Peunt sein und so alt sein, das sie nit mer prünnen wollen, dann der kin verdort und verdorben ist. dieselben fackelen hab ich lassen zufellen und die mit newen holtz lassen spicken und vernewen, und der fackel iedem vierteil und fewrmeister zehen heim geschickt von befelhnus eines erbern ratz, ob fewr auß keme, do got vor sei, das man dann domit pei dem fewer in den gassen gesehen müg. was ir dann also abgeen und verprent werden, so soll inen ein paumeister andere schicken. so hab ich geben Weierhennsel ie für ein newe fackel drei, fünfthalben und ie zu zeitten fünf pfenning, und von der alten einer zu vernewen drei pfenning, alles von seinem holtz, dann er macht sie gut etc.

[70b] Von den püchsenschützen.

Auch haben die püchsenschützen ein [heuslein] pei sant Johanns steen, das ich im zweiundsechtzigistem jar umb Laurenty dohin setzen ließ, wann es stunt vor unten am Santeperg doselbst. darzu haben sie die schlüssel. auch ließ ich ine die steinen stetten dapei alspalde auch machen von befelhnus eines erbergen ratz, darzu kamen pei dritthalb hundert quader. das alles soll ein paumeister auch künftiglichen pessern lassen und in wesen behalten.

So macht man den püchsen schützen ir schirm auf der Peunt, was sie der bedürfen oder zuschiessen uber jare, doch also wenn der Winckler das heist oder sicht, das sie der nottorftig sein. darfür geben sie nichtz, dann der stat meister dem zimmerman geben sie, die schützen, acht pfenning. und bedürfen ir ein jare pei siben oder acht paren, dann man ine gewönlichen zwene [mit] einander macht.

[71a] Von dem Schießgraben.

So hat ein ziler im Schießgraben am Sante sein herwerk vergebens und gibt kein zins, und darumb so darf im ein paumeister nichtz flicken lassen an öffen und glesser, es wer dann, das ettwas als gantz erfaulet und abgangen wer, müst man das vernewen und in wesen haben. auch so verleicht ein erberger rat dieselben herwerk einem ziler, wie woll man das helt nach eines grabenmeisters, der dann einer des ratz ist, und nach der schützen rat, welicher tüglich darzu sei. auch so hat der ziler ein langes seil und eichen pflocken, wenn man auf den wisen scheüst, das er das für mag ziehen, das im ein paumeister also in wesen haben soll, das das alleweg vorhanden sei. was dann gepruchs an der steten, oder deck darüber, oder gelenter zu den weinstöcken ist, das soll der stat paumeister machen lassen.

Was in dem oberen gemeinen Schießgraben an den steten und dem zaun, so darumb geet, gepruchs ist, das soll der stat paumeister denselben schützen zimlich pessern und machen lassen und in wesen halten.

[71b] Von dem lochhütter.

In das loch macht man dem lochhüeter wes im not thut von schlossen auch von kübeln zu den prysaunnen und ander nottorft in die cappelen zu der marter gehörent. so hab ich zu zeitten newe kötzen und peltz hinein kauft und machen lassen den gefangen, damit vor kelt zu behalten, und auch eissen pfannen zu den kölen, wenn der lochhütter reucht oder süst so kalt ist, das ers den gefangen mit kölen zusetzt.