Dar umb soll im der stat paumeister geben ie von einem schnit, den der seger schneidt der stat und andern leuten, dreu haller. auch soll der seger zu ieder rechnung einem paumeister geschriben geben, was er sider der nechsten rechnung der stat und auch ander leüten, wer die sein, und wie vill schnit er iedem geschniten hab, und [73a] dopei was geltz er darfür eingenomen hab.
Auch soll der stat paumeister dem seger zallen oder selber geben die liecht, die er vernütz im winter, so er pei der nacht schneidet, doch gibt man im nach weiennachten auch liecht mer. so hab ich bißher ein jar eilf, zwelf oder dreutzehen pfunt liecht müssen haben dem seger.
So schneidet der seger ein jare pei 45 piß in fünftzig schock an der seg, und es gefelt gemeinlichen von der ubermaß, das der seger mit meiner gunst andern leütten schneidet uber die drei haller, die im von einem schnit davon werden etc. forderlich die zwai teil des zins, den ich ein jar von der seg gib, und zu zeitten mer, darnach und man andern leuten vill schneidet.
Der Grasser seliger hat ettwan schneiden lassen zu dem [Doß] und da von einem schnit geben fünfthalben pfenning, und von einem prett herauf zu füren ein pfenning, und von einer dillen drei haller, und von dreien swarten zwen pfenning, und ein segpaum kostet die zeit piß an die sege ein und fünftzig pfenning.
Man hat auch ettwan vill schneiden lassen an der hent von deffelpretter, leisten und dergleichen, und ie von einem schnit acht und neun pfenning geben. aber dieselben seger sein ser abgangen, also das man nun von einem schnit, der zweintzig und vierundzweintzig schuch lang ist, an der hent geben muß [73b] zwelf, viertzehen und sechtzehen pfenning.
In dem fünfundsechtzigsten jar darnach bestund ich die segmül acht jar lang und schniden desselben vertrags zwu zettel von ein ander, der ich eine und die müllner die andern haben, und bestund die umb zweintzig güldein ein jare, und soll in kein segpaum schneiden lassen vergebens, aber das gelt muß ich für siben jar vor hinauß geben, und [umb] das acht jar hab ich ein stück [mauren] lassen am wasser vor der seg, das der müllner süst schuldig gewest wer zu machen.
Hiernach so steet geschrieben der vertrag und verding der segmül:
Es ist zu wissen, das sich Endres Tucher, die zeit der stat paumeister, an stat und von wegen eines erbern ratz hie zu Nüremberg vereint und vertragen hat mit Thoman Eberlein und Paulus den müllnern geprüdern, Thoman müllners seligen sün in der newen mül auf dem Newenpawe in sant Laurentzen pfarre gelegen, und das segrade doselbst unden an derselben irer mül gelegen von inen zu der stat nottorft bestanden mit sampt allem zeug darzu gehorend 8 jar lang, die nechsten nach einander komende, im fünfundsechtzigisten jare, darauf und darfür dann Endres Tucher den benanten müllnern von gemeiner stat wegen für die künftigen acht jare zins, ein summ geltz, außgericht und bare bezalt hat, doran sie woll benügt. des alles die obgenannten müllner für sich und ir erben in des gerichtz buch vor Anthoni gerichtzschreiber also bekant haben.
[74a] Mer ist beredt worden, was in den nechsten acht jaren gepruchs im grunt oder ob dem wasser, am segrat, welpaumen, kamprat, wagen und an der hütten, darunden die seg steet, geschee. das alles sullen die benanten müllner machen lassen on der stat kost und schaden.
Was aber schadens an der stroß, schragen oder gattern, dorein das segplat gespant ist, in den nechsten acht jaren geschee, das soll ein paumeister machen lassen und auch dasselb segrat die nechsten acht jare mit schauffeln und panten vorsehen on der müllner koste.