Man nimpt gemeinlichen solich fisch von dem Knopf, der stat fischer, nemlichen pei dreien oder vier hechten und bei zehen oder zwelf karpfen, darnach die groß sein, die zalt im ein paumeister dann.
Zu solichen fischen nimpt man nach altem herkomen, und es Lutz Steinlinger seliger geschriben hat, fünftzehen maß weins, zwö maß essings. vier lot saffran. ein halbs pfunt ingepers, vier lot pfeffers, zwai lot langen pfeffers. vier lot zimet rören, ein pfunt kleiner weinperlein, zwai pfunt mandels.
Der Grasser seliger hat solich gesültzt fisch vor jaren in ein prenten lossen machen, und inen dann darauß gehen in schüssel, die ieder dann dar schickt sein anzall.
Es hat aber der Steinlinger seliger, der Coler und ich solich fisch in schüssel alleweg sültzen lassen einem ieden sein anzall, und dann den schaffer den vorgeschriben werckleuten sagen lassen und des ein stunde gesetzt umb ein oder zwu hore auf den tag am heiligen crist abent, das ein ieder sein fisch holen laß, und inen darpei befelhen, das sie die schüssel einem paumeister wider pringen.
[76b] Was dann also ingereusch von den fischen kümpt oder stück uber pleiben ungeverlich, darvon macht im ein paumeister und seinem gesinde auch ein schüssel fisch. das alles kost pei sechs pfunt novi ongeverlichen.
[77a] [Von der werckleut wein und mett.]
Nach altem herkomen so hat auch ein paumeister alle wegen gesant, das ich dann also auch halt, zu sant Johanns abent [23 Juni] zu [sunbenten] der stat werckmeister dem maurrer und dem zimmerman, auch dem schaffer und anschicker auf der Peunt ir iedem ein vierteil gutz metz auf der stat kost.
Zu sant Merteins abent [10 Nov.] desgleichen den obgeschriben dreien ir iedem ein vierteil guts Francken weins, alles auf der stat kost.
So hab ich inen ie zu zeitten für mich selber geschickt von meinem gelt etc. zu sant Merteins [11 Nov.] tag iedem ein gans und zu weihennachten iedem ein weck, auch zu Walpurgis [1 Mai] iedem der nachtmeister kreutzkess einen.