11. Kamerad, — sagt der Bürstenbinder — heute Nacht gehen wir auf den Igelfang; mein Hund ist ein guter Igelhund, aber bös auf die Katzen und Hasen. Ich nehme einen Sack und einen Stock mit, vielleicht bekommen wir eine Katze und sehen Kraut zum Stehlen.

12. Bostet, bostet, herles im Kober schefft ein dofer Freier, der pfreimt grandich z’schwächet.

12. Kommt, kommt, hier im Wirtshaus ist ein freigebiger Fremder, der bezahlt viel zum Trinken.

13. Schwäch’ Grabegautschert, Benges, herles im Nolle hauret, und im Glansert schefft Gefinkelter. Schwäch’ grandig, bis d’ umbohlst. — Lore, ich bestieb’ kein Dambes, Benk, bohl’ nobis und giel’ nobis.

13. Trink’ Most, Freund, hier im Krug ist (er), und im Glas ist Branntwein. Trink’ fest, bis du umfällst. — Nein, ich bekomme keinen Rausch, Kamerad, falle nicht und übergebe (breche) mich (auch) nicht.

14. Linz’, Kaffer, herles im Dofes schefft mei’ Patris zwei Frösch wegen Lachepatscher und Stenzel schniffe.

14. Schau’, Mann, hier im Gefängnis sitzt mein Vater zwei Monate wegen Enten- und Hühnerstehlens ab.

15. Jetzt schwäch’ ich Blamb und bik’ Räsling. Schwächst du nobis, Benges? — Kenn, ich schwäch’ Johle und kahl’ Rundling. Mei’ Moss schwächt Süssling.

15. Jetzt trink’ ich Bier und esse Käse. Trinkst du nichts, Kamerad? — Ja, ich trinke Wein und esse Wurst. Meine Frau trinkt Kaffee.

16. Schon Leile, und mei’ Kaffer schefft nobis herles. Ich baus’ mir herlem in der grandigen Schaffel — schmust die jenisch’ Moss —, ich boste und beschrenk’.