16. Schon Nacht, und mein Mann ist (noch) nicht hier. Ich fürchte mich hier in der großen Scheune — sagt die fahrende Frau —, ich gehe und schließe zu.
17. So, Galme, — dibert die Mamere — ist Schnall und Bolle’ buttet und Gleis geschwächt? — Kenn, Mamere. — Dann bostet in Sauft und schlaunet.
17. So, Kinder, — sagt die Mutter — habt ihr (eigtl.: ist) die Suppe und die Kartoffeln gegessen und Milch getrunken? — Ja, Mutter. — Dann geht zu (ins) Bett und schlaft.
18. Fiesel, linz’, herles bostet ein Kaffer aus dem Rucheg’fahr mit einem grandigen Kib an der Schlang und Pflotscher in de’ Griffling. Es flösslet doch nobis? — Nobis, ’s hauret ein Sins, kein Ruch, ich spann’s an der dofe Kluft und Tritt. — Kenn, ’s schefft ein Sins, spann’ sein dofer Oberman auf ’em Kiebes, die Gluperschlang und Gluper im Rande. — Flössle wird’s heut’ nobis am Schei, es hat heut’ Leile grandig g’flesslet. Linz’ der Sins schmollt, er gneist’s, dass wir von ihm und Keiluf schmuset. Pfich’, wir schefften schiebes. — Kenn, wir pfichet.
18. Kamerad, schau, hier kommt ein Mann aus dem Bauerndorf mit einem großen Hund an der Leine und (einem) Regenschirm in der Hand. Es regnet doch nicht? — Nein, es ist ein Herr, kein Bauer, ich sehe es an dem feinen Anzug und (den) Stiefeln. — Ja, es ist ein Herr, schau seinen schönen Hut auf dem Kopfe, die Uhrkette und (die) Uhr in der Tasche. — Regnen wird’s heute bei Tage nicht, es hat heute Nacht viel (stark) geregnet. Sieh’, der Herr lacht, er merkt es, daß wir von ihm und (dem) Hunde sprechen. Komm’, wir gehen fort. — Ja, wir gehen.
19. Patris, — dibert der Galm — ruedlemer in das Mochumle, wo wir am grandigen Fluhte halten mit dem Rädling, und sicheren? In der Schaffel vom Scharle fehten? — Kenn, — schmust die Mamere — das Gefahr hauret’s, wo neben der Fehte der Trabertkober schefft mit der dof Beizere und Beizer mit dem grandigen Muffer, wo wir vor’m Jahne so grandich Sore verbaschten. — Schwächet und buttemer heut’ Leile nobis in der Beiz? — lenzt der Kaffer seine Moss. — Nobis, nobis, — schmust die Moss — kein Boschert Lobe schefft herles.
19. Vater, — sagt das Kind — fahren wir in das Dörfchen, wo wir am großen Wasser halten mit dem Wagen, und kochen (da)? Übernachten (wir) in der Scheune vom Schultheiß? — Ja, — sagt die Mutter — dieses Dorf ist es, wo neben der Herberge die Rößleswirtschaft ist mit der guten Wirtin und (dem) Wirt mit der großen Nase, wo wir voriges Jahr so viel Ware verkauften. — Trinken und essen wir heute Abend nichts in der Wirtschaft? — fragt der Mann sein Weib. — Nein, nein, — sagt die Frau — kein Pfennig Geld ist (dafür) da.
20. Schupf’ dich auf und sei kochem und stämpf’ nicht so grandich, Fiesel. — Nobis, ich schupf’ mich lore, ich schefft’ grandich stumpfich auf den bikerichen Beizer herles und schmusem’s noch. Der Beizer schefft ein Linkfiesel, der kemeret nobis keine Stiebe und Schottle. Die Beizerin hauret nobis so schofel. — Kenn, das schefft ein g’want’s Mössle. — Schupfte, schefft’ nobis nillich. Spann, der Koberer linzt massig. Fiesel, er gneist die lenke Diberei. — Ich kahl’ und schwäch’ nobis mehr herles. Pfich’, wir zeinet den Beizer und schefften schiebes. — Kenn, Fiesel.
20. Sei ruhig und gescheit und schimpfe nicht so viel, Freund. — Nein, ich bin nicht still, ich habe einen großen Zorn (eigtl.: bin sehr zornig) auf den geizigen Wirt hier und sage es ihm noch. Der Wirt ist ein böser Mensch, der kauft keine Bürsten und keine Körbe. Die Wirtin ist nicht so schlecht. — Ja, das ist ein braves Weibchen. — Schweig still, sei nicht dumm. Schau, der Wirt sieht ganz zornig (aus). Kamerad, er merkt unser schimpfendes Gespräch. — Ich esse und trinke nichts mehr hier. Komm, wir bezahlen den Wirt und gehen fort. — Ja, Kamerad.
21. Linz’, in dem Mochem, wo man spannt, schefft ein g’wanter Plauderer. Der stekt dof z’biket und z’schwächet und kemeret grandich Sore.