[65] Übereinstimmend schon: Dolm. der Gaunerspr. 99 u. W.-B. des Konst. Hans 256; im Pfulld. J.-W.-B. 346: Bum u. noch in der schwäb. Gauner- u. Kundenspr. 75: Pumps (od. Pummerkessel). Zur Etymologie (Abkürzung nach den Anfangsbuchstaben von Bores-Medine u. ähnl. [d. h. „Land der Kühe“] aus hebr. pârâ[h], jüd. pôrô = „Kuh“ und medînâ[h] = „Landschaft, Gerichtsbezirk, Provinz“) sowie über weitere Belege s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 43, S. 30 (unter „Pumser“) u. Anm. 1.

[66] S. Näh. im W.-B unter „Hand“.

[67] S. im W.-B. unter „Daumen“.

[68] Vgl. oben [Anm. 62].

[69] S. im W.-B. unter „abgehen“.

[70] Übereinstimmend schon: Dolm. der Gaunerspr. 100, W.-B. des Konst. Hans 256, 257 u. Schöll 271; vgl. Pfulld. J.-W.-B. 339 (Jum [wie auch schon im Basl. Gloss. v. 1733 [202]). Dagegen hat auffälligerweise in der schwäb. Gauner- u. Kundenspr. 71 (in Übereinstimmung mit neueren Sammlungen der Gauner- u. Kundenspr. überhaupt [vgl. z. B. Rabben 65 u. Ostwald (Ku.) 71]) das Dimin. Jämchen (od. Jem[m]chen) die Bedeutung „Jahr“ (daher z. B. ein Jemmchen abreißen = ein Jahr im Gefängnis zubringen [Ostw., a. a. O.]). Zur Etymologie (vom hebr. jôm = „Tag“) sowie über weitere Belege s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 38, S. 249, lit. f (unter „Jomschmi[e]r[e]“); vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 71 (unter „Jam“), der jedoch über den Bedeutungswechsel bei Jämchen keine Auskunft gibt. Möglicherweise handelt es sich hierbei um eine Verquickung von Jamm = Tag mit Jann = Jahr (s. z. B. Pfister bei Christensen 1814 [322]) u. ä., das etymolog. gleichfalls unsicher (vgl. Näh. im W.-B. unter „alljährlich“), vielleicht aber als bloße Entstellung des Auslauts von „Jahr“ anzusehen ist. Auf gleiche Weise könnte ev. auch Jämchen selber entstanden sein.

[71] S. Näh. im W.-B. unter „alltäglich“.

[72] S. dazu schon Dolm. der Gaunerspr. 94 (es kollert mich = es hungert mich); W.-B. des Konst. Hans 258 (es kohlert mi); vgl. auch Schöll 272 (Koler = Hunger, kolerig = hungrig); Pfulld. J.-W.-B. 337, 340 (Kolter = Hunger; kolderig = ausgehungert, kolterik = hungrig). Zur Etymologie: Nach Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 574 (unter „koldere[n]“), vbd. mit Sp. 575 (unter „kolderig“) und Sp. 574 (unter „Kolder“) dürften die Vokabeln in Beziehung zu setzen sein zu griech.-lat. cholera = „Galle“, wozu auch das nhd. „Koller“ gehört (vgl. darüber Weigand, W.-B. I, Sp. 1095/96). Dagegen ist in Kohldampf u. ä. = Hunger (vgl. Schütze, S. 75, 76), das auch der schwäb. Gauner- u. Kundenspr. (71) sowie der pfälz. u. schwäb. Händlerspr. (438, 482) geläufig ist, die erste Silbe doch wohl zu unserem nhd. Kohl zu stellen; s. Fischer, a. a. O., Sp. 574; vgl. auch Weber-Günther, S. 191.

[73] S. im W.-B. unter „Abendessen“.

[74] S. unter „Frauenrock“.