[260] S. abwaschen.
[261] Wörtl. Übersetzg. aus dem Deutschen in Übereinstimmg. auch mit der Zigeunerspr. (s. Liebich, S. 140 u. 178). Mit Schei(n)ling = Auge (Blick) sind noch zusammengesetzt auch: Scheinlingstrauberts (d. h. eigtl. „Augenhaare“) = Augenbrauen (s. d. betr. die Zigeunerspr.) u. Scheinlingflu(h)te = Augenwasser. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 89 (Scheinling = Auge); Schöll 271 (ebenso); Pfulld. J.-W.-B. 337, 342 (ebenso, Nebenbdtg. auch: Licht); Schwäb. Händlerspr. 479 (Scheinling[e] = Augen [in Pfedelb. (209) auch = Brille]). Vgl. auch Pleißlen der Killertaler 435 (Schenling = Augen, Fenster). Zur Etymologie des — auch sonst im Rotwelsch (etwa seit Anf. des 18. Jahrh.) öfter begegnenden — Wortes (mit den Nebenbedeutgn. „Fenster“ [so schon bei A. Hempel 1687 (168: Scheindling)], „Laterne“ [s. schon Hermann 1818 (336)], „Spiegel“ [s. Fröhlich 1851 (410); vgl. A.-L. 597 u. Neuere] u. ä. m.) — vom deutsch. Zeitw. scheinen — s. Weber-Günther, S. 186 vbd. mit Pott II, S. 20 u. A.-L. 597.
[262] Mit Strauberts = Haar(e), (Borsten) sind noch folgende Zus. gebildet worden: a) am Anfang stehend: Straubertsschure = Haarnadel, Haaröl u. Kamm, Straubertski(e)bes = Lockenkopf; b) ans Ende gesetzt: Ki(e)besstrauberts = Haupt-, Kopfhaar, Trabertstrauberts = Pferdehaar, Groenikelsstrauberts = Schweinsborsten, Jerusalemfreundsstrauberts (d. h. „Schafhaare“) = Wolle (s. d. betr. Übereinstimmg. mit der Zigeunerspr.). Als Verbindgn. kommen vor: Straubertspflanzen (d. h. etwa „Haare machen“) = kämmen, nobis Strauberts (d. h. „keine Haare“) = kahl sowie das längere nobis Strauberts auf dem Ki(e)bes = Kahlkopf. Eine Ableitg. ist das Adj. straubertsich = haarig. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93 (Straupert = Haar); Schöll 271 (Straubert); Schwäb. Händlerspr. 479, 481 (Straubert [in Pfedelb. (210) auch Straub od. Straupert = Haar, letztere Form sowie [in Pfedelb. (208) auch Straub] auch = Bart [womit schon das ältere Rotwelsch übereinstimmt, s. u. a. W. Scherffer 1650 (160)). Vgl. noch Metzer Jenisch 216 (Straubert = Haar). Der Etymologie nach gehört das Wort wohl zu unserem Zeitw. (sich) sträuben, d. h. „sich starr empor richten (vom Haar)“ (s. Weigand, W.-B. II, Sp. 984). Über das -s am Ende s. schon „Vorbemerkung“, [S. 12], [Anm. 29].
[263] Betr. Flu(h)te s. abbrühen.
[264] S. abbeißen.
[265] S. anbrennen.
[266] S. abgehen.
[267] S. abbrennen, vgl. anzünden.
[268] S. abbiegen.
[269] S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.