[680] S. (betr. nobis) Dietrich u. (betr. schenegla) abschaffen.
[681] S. Daumen.
[682] S. abgeben.
[683] S. aufschlagen.
[684] S. beschenken.
[685] S. Bett.
[686] S. Dolch.
[687] Hamore = Streit (Fehde, Gefecht, Geschrei, Gezänk, Handgemenge, Kampf, Prügelei, Schlägerei) erscheint in Wittichs W.-B. gewissermaßen als Synonym zu More (= Prügelei, Streit) od. Morerei (= Geschrei, Gezänk, Streiten), die wohl gleichen Stammes sein dürften (s. d. Etymologie). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 255 (Hamore = Händel); Schöll 272 (ebenso); Pfulld. J.-W.-B. 340, 345 (More = Händel, Mori = Streit, Zus. Morekaffen [lies: -kaffer] = „bestohlene Diebsverfolger“); Schwäb. Händlerspr. 479 (Môrest od. Mores = Angst, in U. [214]: Mōre = Streit u. mōre[n] [in Lütz. (214): hamūre(n)] = streiten); s. auch Pfälz. Händlerspr. 438 (Môres = Angst). Über weitere Belege im Rotw. sowie d. Etymologie s. noch Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 48, S. 334, Anm. 4. Da das Pfulld. J.-W.-B. (340) More durch ganz denselben Ausdruck („Händel“) verdeutscht wie die älteren rotw. Quellen Hamore, so läßt dies wohl darauf schließen, daß es sich hier um dasselbe Wort handelt. More aber (von dem weiter Morerei — ev. durch Vermittlung eines Zeitw. mōren [s. Schwäb. Händlerspr. in Lütz. (214)] — leicht gebildet werden konnte), dürfte wohl zu dem hebr. môrâ’ = „Furcht“ gestellt werden, wie es denn auch im Rotw. (des 19. Jahrh.) mehrfach durch „Angst“ od. „Furcht“ wiedergegeben ist (u. ebenso in d. Schwäb. u. Pfälz. Händlerspr. [s. oben]). Jedenfalls erscheinen diese Hypothesen wohl weniger gesucht als die bei Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 1093 — allerdings nur mit einem Fragezeichen — aufgestellte, wonach zu Hamore das hebr. chămôr = „Esel“ herangezogen worden.
[688] S. Ast.
[689] Mit Weisleng (-ling) = Sonntag (Feier-, Festtag) sind folgende Zus. gebildet worden: Brandlingweisling (d. h. eigtl. „Kuchensonntag“ = Kirchweihsonntag (der durch Kuchenessen gefeiert zu werden pflegt), Bäzemaweisling (d. h. eigtl. „Eiersonntag“) = Ostern (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.), Schuberleweisling (d. h. eigtl. „Geistsonntag“ [mit Bez. auf die Ausgießung des heiligen Geistes]) = Pfingsten (s. d. betr. Analogie in d. Zigeunerspr.). Aus dem verw. Quellenkr. kennt nur die schwäb. Händlerspr. in Deggingen (215) Weissling in der Bedeutg. „Sonntag“. Im Rotw. kommt dagegen die Vokabel in diesem Sinne nicht, dagegen für sehr verschiedene Dinge (mit weißer od. glänzender Farbe) vor, so z. B. für Ei (so auch in der schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 68), für Milch (so auch in der schwäb. Händlerspr. 484), für Schnee (s. z. B. schon Schintermicherl 1807 [288]), für den „Silbergnanziger“ (s. Fröhlich 1851 [419]; vgl. in der neueren Kundenspr. die Bdtg. „Zwanzig- od. Fünfpfennigstück“) usw. Vgl. Pott II, S. 8, A.-L. 621, Günther, Rotwelsch, S. 62 u. in Groß’ Archiv, Bd. 33, S. 296 u. Anm. 3. Der Etymologie nach nimmt Weissling = Sonntag usw. jedenfalls wohl Bezug auf das Weiße als „Farbe des Tages, Lichtes .. und der festlichen Freude“ (vgl. Näh. dazu bei H. Schrader, Wundergarten, S. 70).