Felix kämpfte mit sich. Dann sah er mit seinen strahlenden, braunen Augen Paul Seebeck an und sagte:
»Aber das verspreche ich dir, Paul, ich werde mich ebenso halten wie du.«
Paul Seebeck strich ihm über das Haar.
»Gut, mein Junge. – Aber geh jetzt und hol dein Pferd.«
Jetzt ging die Sonne unter, und der Kreuzer stellte sein Feuern ein. Wenige Minuten später war es dunkle Nacht, in der hier und da die Flammen von den brennenden Häusern emporloderten.
Da hob sich riesengroß die rotgelbe Scheibe des Vollmondes über den Horizont, beleuchtete den Kreuzer und sein Werk. Schaurig sahen im kalten Lichte die Trümmer aus. Und nun begann der Kreuzer wieder zu feuern; unter donnerndem Krachen stürzte das große Volkshaus zusammen.
»Kommen Sie, Gabriele, jetzt ist keine Zeit mehr zu verlieren.« Er begleitete sie bis zur Hauptstraße und weiter bis zu den rauchenden Trümmern des Volkshauses. Da tauchte ein Schatten hinter ihnen auf, und Felix holte sie auf seinem Pferde ein.
»Ich möchte nur noch schnell von den anderen Abschied nehmen, geh nur voraus, Mutter!« rief er und galoppierte zurück.
»Leben Sie wohl, Gabriele. Mein Versprechen habe ich gehalten, nicht wahr?« Und dann wandte er sich schnell ab und ging hinunter.
Frau von Zeuthen ging langsam den Berg hinauf und weiter auf der Straße hin. Als sie das Staubecken erreichte, schrak sie zusammen, denn vor ihr erhob sich eine dunkle Gestalt. Aber der Mond erleuchtete ein bekanntes Gesicht.