Felix besann sich einen Augenblick, dann sagte er:
»Eigentlich bin ich schon fertig. Ich will nur warten, bis es etwas kühler geworden ist. Aber das wird es wohl schon in den allernächsten Tagen werden.«
Fräulein Erhardt faltete die Hände über den Knieen und beugte sich nach vorn; sie fragte:
»Darf ich Sie auf Ihrer Reise begleiten, Herr von Zeuthen?«
Felix sah sie überrascht an:
»Ja, wenn es Ihnen Freude macht, natürlich. Aber sie wird wenigstens eine Woche dauern.«
Fräulein Erhardt stand auf und reichte ihm die Hand:
»Ich danke Ihnen.«
Felix war etwas verwirrt, und um seine Ratlosigkeit zu verdecken, küßte er Fräulein Erhardts Hand. Sie ließ die ihre einen Augenblick in der seinen ruhen. Dann trat er an den Tisch zurück und suchte eine von Seebecks ersten Kartenskizzen heraus.
»Sehen Sie«, sagte er, »bis an den Fuß des Vulkans geht die Hochebene. Die kenne ich jetzt, und da ist nichts zu holen. Steinplatten, Geröll und zuweilen Sandstrecken. Und dasselbe sagt Paul; er ist da überall gewesen und hat nichts gefunden. Ich kann mir auch nicht denken, daß da irgend etwas sein sollte. Aber dort am Fuße des Vulkans, hier, wo Paul die Striche gemacht hat, sagt er, wäre eine Masse von Schluchten. Er ist nicht weiter gekommen, weil er keine Zeit hatte. Dort ist der Boden auch zuweilen so heiß gewesen, daß er ihn nicht betreten konnte. Da müßten wir also hin. Ich dachte, an einem Tage direkt bis zu den Schluchten zu reiten – Sie können doch reiten, Fräulein Erhardt?«