Paul Seebeck sah ihn zweifelnd an. Dann stand er auf und ging zum Fenster.

»Ich verstehe Ihre Frage nicht recht. Wir werden so weiterarbeiten wie bisher.« Und dabei sah er seinem Besucher gerade in die Augen.

»Pardon, gewiß. Ich meinte aber, wie denken Sie sich in Zukunft Ihre persönliche Stellung zu der Sache?«

»Solange ich das Vertrauen der Mehrheit habe«, sagte Paul Seebeck ziemlich schroff, »bleibe ich hier auf meinem Posten.«

Herr von Hahnemann stand auf:

»Aber die haben Sie ja nicht mehr. Auf der letzten Jahresversammlung sind Sie von einer Minorität nur deshalb gewählt worden, weil sich die oppositionellen Stimmen auf zwei Kandidaten verteilten.«

»Herr von Hahnemann«, sagte Seebeck und trat dicht vor ihn hin. »Ich bin ordnungsgemäß gewählt worden, und damit ist dieser Punkt erledigt. Im Übrigen bedauere ich, mich mit einem Außenstehenden nicht über innere Verhältnisse unserer Gemeinschaft aussprechen zu können.«

»Herr Seebeck, ich verstehe Ihre Erregung über meine taktlosen Fragen durchaus. Ich möchte Sie aber darauf aufmerksam machen, daß ich – nicht nur als Privatmann hier bin.«

Seebeck setzte sich an seinen Schreibtisch und fragte ganz ruhig:

»Sie sind im Auftrage der Reichsregierung hier?«