Abb. 126. Verzierte Kalebaßschale. Chiriguano. Yacuiba. ⅕.
Wir sehen hier, wie zwei Kulturen hunderte Jahre lang nebeneinander existieren können, ohne zu verschmelzen.
Folgen wir dem Rio Pilcomayo nach den Gebirgen herunter, so treffen wir zuerst die Quichuakultur, dann kommen die Chiriguanos und Chanés und hierauf die chaquensische Kultur, die ganz gleichartig die Matacos, Tobas, Chorotis, Ashluslays sowie die Lenguas und andere Stämme im Chaco Paraguay umfaßt. Diese drei Kulturen sind vollständig verschieden.
[88] Serére kommen noch bei den Lenguas, Ashluslays, Chiriguanos, Chanés, Churápas und Yuracáres vor.
[89] Boman: Antiquités de la Région Andine. Tome 1–2. Paris 1908.
[90] Aus ähnlichen Ritzen an Tongefäßen, die man bei archäologischen Ausgrabungen findet, kann man sehen, daß die Hersteller der Tongefäße Mais gehabt haben. Dies habe ich z. B. an Tongefäßen von Ojo de Agua in Quebrada del Toro in Nordargentinien gesehen.
[91] Dasyprocta.
Siebzehntes Kapitel.
Aus dem Leben der Chané- und Chiriguanoindianer (Forts.).
Sage und Religion.
Es war einmal ein alter Indianer, der des Abends am Feuer in der Hütte zu sitzen und von alten Tagen, von Tieren, Menschen und Geistern zu erzählen pflegte. Lauschend sammelte sich die Jugend um ihn. Der Alte erzählte und erzählte. Mit Mund, Augen, Händen und Füßen erzählte er.