Dort war ein Mann, der mit seinem Bruder und allen den anderen Vögeln verfeindet war, der nicht am Trinkgelage teilnahm, sondern umherging und jagte.

Auf einem Baum saßen viele Papageien. Unter diesen war ein weißer Papagei. „Den will ich fangen“, sagte er und versuchte es, ihn mit einer Schlinge an einer Rute zu fangen, aber es gelang ihm nicht. Er zielte nun mit dem Bogen nach dem Papagei. Dieser fing zu sprechen an und sagte: „Warum willst du mich töten?“

Der Papagei lehrte ihn nun, wie er singen solle, und sagte ihm, wenn er mitten unter die käme, die trinken, solle er den Arm über den Kopf hochstrecken.

Er ging nun um diejenigen, die tranken, herum und sang. Dann ging er mitten unter sie und streckte den Arm hoch. Als er dies tat, wurden diejenigen, die standen, in Vögel, und die, die saßen, in Steine verwandelt, außer Inómu, Tatutunpa, Aguaratunpa und Teyuhuasu.

Tatutunpa, Aguaratunpa und Teyuhuasu saßen nicht mit den anderen zusammen, sondern standen in der Nähe. Tatutunpa sagte zu Aguaratunpa:

„Du sollst sehen, ich mache das Mädchen schwanger.[113] Wenn sie den Körper dreht, ist es geschehen.“ Er grub nun ein Loch in der Erde unter dem Mädchen ...

Die Fortsetzung von Batirayus Erzählung ist mit der Yambásis beinahe identisch.

In ihren Grundzügen scheint mir diese Sage echt indianisch zu sein. Es sind jedoch Elemente darin, die von den Weißen geliehen zu sein scheinen, nämlich die Geschichte von den Lügen des Mondes. Diese kommt in Batirayus Version der Sage nicht vor. Sie erinnert mich auch sehr an den Knaben, der um Hilfe zu rufen pflegte, ohne daß eine Gefahr vorhanden war. Als schließlich die Wölfe dabei waren, ihn aufzufressen, kümmerte sich keiner um ihn — eine Sage, die in Europa bekannt ist und die ich in Schweden als Kind gehört habe.

Ein Teil dieser Sage erinnert stark an eine von d’Orbigny[114] von den Yuracáreindianern wiedergegebene Sage. Dem Tatutunpa entspricht dort „Tiri“, der, um seine Mutter zu rächen, alle Katzentiere, außer dem Jaguar mit den vier Augen, der seine Zuflucht zum Monde nimmt, tötet. Früher standen die Chiriguanos und Chanés sicher in Verbindung mit den Yuracáreindianern. Als die Weißen das Land um Santa Cruz de la Sierra eroberten, zogen die Chiriguanos nach Süden und die Yuracáres nach Norden. Auf meiner letzten Reise habe ich auch die Yuracáreindianer besucht, die ich später in einem anderen Buche schildern werde.

Der Mann, der sich mit der Tochter des Donnergottes, Chiqueritunpa, verheiratete.