„Warum seid ihr hierhergekommen?“ sagte sie.
„Wir suchten uns eine Mutter. Wir waren drei, aber einen haben wir zurückgelassen“, sagten sie.
„Warum habt ihr ihn nicht mitgenommen?“ sagte die Frau.
Sie ließ die Männer baden. Sie badeten und die Frau badete auch. Sie sahen, daß sie ein hübsches Weib war.
„Hier sollt ihr eine Hütte und eine Falle machen und Tauben fangen! Wenn die Tauben kommen, werden sie sich in Frauen verwandeln. Wenn diese baden, sollt ihr ihre Kleider nehmen und laufen!“ sagte die Frau. Eine Masse Tauben kamen und setzten sich auf die Bäume um den Sumpf. Unter ihnen war ihr großer Häuptling. Die Tauben flogen ans Ufer und verwandelten sich in Frauen und nahmen ihre Kleider (tiru) ab. Die Männer schlichen sich heran, jeder von ihnen nahm drei Kleider und lief davon. Die Frauen liefen ihnen nach. Der eine warf zwei Kleider fort und kam mit einem Kleid und einer der Frauen ins Haus. Der andere lief mit allen drei Kleidern. Die Frauen holten ihn ein und prügelten ihn ordentlich. Derjenige, der mit einem Kleid gekommen war, kam mit seiner Frau ins Haus.
„Legt euch schlafen!“ sagte die Schwester Chiquéritunpas.
Abb. 128. Kalebaßschale. Chiriguano. Itatenbia. ¼.
Der Mann legte sich mit seiner Frau, die die Tochter Chiquéritunpas war, schlafen. Sie schliefen den ganzen Tag zusammen und am Abend gebar sie. Am folgenden Tag kam Chiquéritunpa. Er wollte seine Tochter schlagen. Er schickte nach einem Pferd, einem Esel und einer Stute, um seine Tochter und seinen Schwiegersohn nach Hause zu bringen. Nachdem sie gegessen hatten, ritten sie fort.
Der Mann, der von den Frauen geprügelt worden war, weinte. „Weine nicht so sehr“, sagte die Schwester Chiquéritunpas. Als sie ein Stückchen geritten waren, trafen sie einen Christen, der arbeitete.