„Was für Arbeit hast du vor?“ fragte der Mann. „Ich will Mandioka und Mais säen. Hier will ich wohnen und hierhin will ich ein Weib bringen“, sagte der Christ.

Sie ritten weiter und trafen einen anderen Christen. „Was für Arbeit hast du vor?“ fragte der Mann. Übel gelaunt antwortete der Christ: „Hier will ich Hügel mit dornigen Büschen säen.“

Sie setzten ihre Reise fort und trafen einen anderen Christen, der mit dem Fällen von Bäumen beschäftigt war. „Was für Arbeit hast du vor?“ fragte der Mann. „Ich haue Stangen zur Einzäunung für die Tiere, denn hier will ich Vieh haben. Alles nehme ich hierher, Kleider werde ich mir schaffen“, sagte der Christ.

Sie ritten weiter und trafen einen anderen Christen. „Was für Arbeit hast du vor?“ fragte der Mann. Übel gelaunt antwortete der Christ: „Ich arbeite, um Steine zu ernten.“

Sie ritten weiter und trafen einen anderen Christen, der tischlerte. „Was machst du hier?“ fragten sie. „Ich will mir ein Haus bauen, wo ich Kleider und alles mögliche andere haben will“, antwortete der Christ.

Sie ritten weiter und trafen einen anderen Christen. „Woran arbeitest du?“ fragte der Mann. Übel gelaunt erwiderte der Christ: „Hier will ich Chuchio[116] säen, damit niemand passieren kann.“

Als sie nahe dem Hause des Chiquéritunpa waren, sagte dessen Tochter zu ihrem Mann: „Erst werde ich mit dem Knaben absteigen, der schon gehen kann. Hierauf sollst du absteigen, und wenn du dich auf die Bank setzt, sollst du dich nicht wundern, wenn sie sich bewegt. Bewegt sich das Haus, sollst du dich nicht wundern. Du sollst nicht meine Mutter grüßen und auch nicht meinen Bruder. Nur den Vater sollst du grüßen.“

Als sie ankamen, stieg sie zuerst ab und trat ein. Ihr folgte der Knabe, der schon gehen konnte. Zuletzt stieg der Mann vom Pferde. Als er vom Pferde stieg, verwandelte es sich in einen Haufen Knochen. Er ging hinein und setzte sich auf einen Schemel. Derselbe bewegte sich, denn er war eine große Schlange. Er tat, als merke er nichts. Auch das Haus bewegte sich, er tat aber, als kümmere er sich nicht darum. Zuerst kam seine Schwiegermutter und grüßte ihn, er beantwortete aber den Gruß nicht. Darauf kam sein Schwager und grüßte, aber er beantwortete auch dessen Gruß nicht. Der Schwager schlug ihm vor, sie sollten spielen, er antwortete ihm aber nicht.

„Heute Nacht sollst du nicht bei mir schlafen. Ich schlafe in einer Hängematte, mein Sohn in einer und du in einer dritten,“ sagte Chiquéritunpas Schwester zu ihrem Mann. „Morgen sollst du mit meinem Bruder spielen“, sagte sie. Sie legten sich nun schlafen.

Am folgenden Tage rief der Hahn früh: „Jesus Christus, Jesus Christus!“ Als der erste Christ, der ihnen begegnet war, nach seinem Acker kam, fand er ihn voll von Mais und Mandioka und außerdem eine Hütte und ein hübsches Weib. Der zweite Christ, der geantwortet hatte, er wolle Hügel mit dornigen Büschen säen, fand seinen Acker in solche verwandelt. Der dritte Christ fand seine Umzäunung für die Tiere schon fertig und voll von schönem Vieh. Derjenige, der geantwortet hatte, er wolle Steine säen, fand seinen Acker voller Steine. Derjenige, der getischlert hatte, um sich ein Haus zu bauen, fand es schon fertig und voller Kleider. Derjenige, der übellaunig geantwortet hatte, er wolle Chuchio säen, fand den Acker in dichtes Gestrüpp verwandelt, durch das niemand konnte.