Wir finden bei den Tsirakuas dieselbe Art Taschen aus Caraguatá, wie bei den Chorotis und Ashluslays. Den Honig verwahren sie in Taschen aus ganz abgezogenen Tieren.
Abb. 141. Von den Männern über die Geschlechtsteile getragenes Stück Zeug. Tsirakua. ⅐.
Ein einziges grobes Tongefäß habe ich von diesen Indianern, sowie eine mit einem eingeritzten Vogel verzierte Kalebasse.
Das Eisen ist bei den Tsirakuas sehr selten. Jedes Stückchen wird aufbewahrt und geschaftet. Größere Stücke, deren sie habhaft werden, werden zwischen mehreren geteilt. Sie sollen manchmal die Weißen und die Chanés nur überfallen, um Eisen zu bekommen. Für einige Stückchen dieses kostbaren Metalls setzen sie ihr Leben aufs Spiel.
Wahrscheinlich verfolgen auch die Chamacocos[132] oder ein anderer Stamm die Tsirakuas und drängen sie nach dem Rio Parapiti, wo sie, wie Batirayu mir gesagt hat, erst in neuerer Zeit aufzutreten beginnen.
Die Tsirakuas gehören den unbekannten Wildnissen des nördlichen Chaco an, von dem wir so wenig wissen. Eine Erforschung des Inneren dieses Landes würde sicher viel Interessantes bieten.
Was für Menschen leben dort? Diese Frage habe ich an viele Indianer gerichtet. Von diesen hat mir ein Chanéindianer, Bátcha, der, wie gesagt, lange mit den Tapieteindianern gelebt hatte, folgendes berichtet.
Ungefähr sechs Tagemärsche vom Rio Parapiti westwärts wohnt, wie die Tapietes sagen, ein Zwergvolk, das in Erdhöhlen lebt. Diese Zwerge sind freundlich gesinnt und sprechen Guarani. Von ihren Höhlen hörte ich schon 1902 von einem Sergeant Gonzales, der diese auf einer Expediton nach dem Innern des Chaco gesehen hatte.