Abb. 8. Ashluslayindianer mit Sperrnetzen, Rio Pilcomayo.

Aus der folgenden Tabelle sehen wir, welches die Hauptnahrung der ersteren in den verschiedenen Monaten des Jahres ist.

Januar

Landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Februar

März

April

Mai

Fische.

Juni

Früchte der Tusca und Tasi.

Juli

August, September: getrocknete, konservierte Früchte, Ratten.

Oktober: Früchte des Chañar

Gelegenheits-
fischerei.

November

Früchte der Algarrobo

Früchte der
Mistol[18]

Dezember

Feldfrüchte.

Im Mai, Juni und November leben die Chorotis im Überfluß. Da schwellen die Magen an. Im August und September ist die Zeit der Not.

Die Ashluslays beginnen schon im November zu ernten. Sie leiden wahrscheinlich seltener Mangel als die Chorotis.

Alle Pilcomayoindianer sind eifrige Jäger, und nur die weitab vom Flusse wohnenden Indianer beteiligen sich nicht am Fischfang. Die Fischgeräte bestehen bei den Chorotis ausschließlich aus Netzen. Die Ashluslays wenden auch eine Art Körbe an. Von Netzen haben sie zwei verschiedene Typen, die wir hier beide angewendet sehen.

Das bei den meisten südamerikanischen Indianern so gewöhnliche Schießen der Fische mit Pfeil und Bogen habe ich bei den Chorotis und Ashluslays niemals gesehen.[19] Angelfischerei ist, wo sie nicht von den Weißen eingeführt ist, unbekannt.

Abb. 9. Nadeln zum Aufreihen der Fische, Ashluslay.

Die Ausrüstung der Fischer besteht außer den Netzen aus einer Keule, mit welcher die Fische getötet werden, und einer Holznadel ([Abb. 9]) mit einer Schnur, auf welche die Fische aufgezogen werden. Die Nadel wird durch die Augen der Fische gezogen und die Schnur mit den gefangenen Fischen so um den Leib gebunden, daß sie hinten wie ein Schwanz herabhängen.